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Pestizide in Lebensmitteln: Paprikapulver, Grüntee und Reis mit Rückständen laut Foodwatch-Untersuchung
Belastete Lebensmittel im Test: Paprikapulver, Tee und Reis aus Supermärkten enthalten laut Foodwatch verbotene Pestizide
Belastete Lebensmittel im Test: Paprikapulver, Tee und Reis aus Supermärkten enthalten laut Foodwatch verbotene Pestizide
Foodwatch

Pestizide in Supermarkt-Produkten: Beliebte Gewürze und Tee stark belastet

19.05.2026 um 17:36, Stefanie Hermann
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Alarm im Supermarkt: Pestizide in Paprika, Tee und Reis entdeckt. Mehrere Produkte überschreiten die Grenzwerte deutlich. Foodwatch warnt eindringlich.

In Lebensmitteln aus heimischen Supermärkten sind verbotene Pestizide nachgewiesen worden. Eine Untersuchung der Organisation Foodwatch zeigt ein klares Bild: Alltägliche Produkte wie Reis, Tee und Gewürze sind teilweise belastet. In mehreren Fällen werden sogar die gesetzlichen Grenzwerte überschritten.

Pestizide: 10 von 15 Produkten betroffen

In Österreich sind 15 Produkte analysiert worden. In zehn davon sind insgesamt 30 Nachweise verbotener Pestizide gefunden worden. Vier Produkte liegen über den zulässigen Grenzwerten. Foodwatch fordert daher, diese Lebensmittel „umgehend aus dem Verkehr zu ziehen“.

Paprikapulver besonders stark belastet

Besonders schlecht schneiden Gewürze ab. Vor allem Paprikapulver fällt im Test negativ auf: Einzelne Produkte weisen gleich mehrere Rückstände gleichzeitig auf. Auch bei Grüntee zeigt sich ein klares Muster: In allen getesteten Sorten sind nicht zugelassene Pestizide entdeckt worden.

Kontrollsystem unter Druck

Die Ergebnisse stellen das bestehende Kontrollsystem infrage. Foodwatch sieht „dringenden politischen Handlungsbedarf“. Die Stichprobe zeige, dass das Sicherheitsnetz für Lebensmittel „massive Lücken“ aufweise.

Pestizid-Bumerang als Kernproblem

Ein zentrales Problem liegt laut Foodwatch im sogenannten „Pestizid-Bumerang“. Stoffe, die in der EU verboten sind, dürfen weiterhin produziert und exportiert werden. Über importierte Lebensmittel gelangen diese Pestizide anschließend wieder zurück nach Europa.

Forderung nach strengeren Regeln

Die Organisation fordert strengere Grenzwerte, bessere Kontrollen und ein Exportverbot für nicht zugelassene Pestizide. Ziel ist ein lückenloses System entlang der gesamten Lieferkette vom Anbau bis ins Supermarktregal.

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