PayPal-Aktie stürzt ab: Boss muss gehen
- Börsen-Schock: PayPal Aktie rutscht nach Zahlen ab
- Bilanz-Check: Quartal verfehlt Erwartungen deutlich
- Margen-Druck: Wachstum reicht dem Markt nicht
- Nutzer-Schwund? Kritik an schwacher Nutzeraktivität
- Prognose 2026: Düsterer Ausblick belastet den Kurs
- Radikaler Schritt: Chefwechsel nach Enttäuschung
- Analysten-Check: Prognose und Kursziele nach dem Absturz
Anleger der PayPal-Aktie erleben einen schwarzen Handelstag. Nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen steht der Titel massiv unter Druck und verliert in einer ersten Reaktion mehr als 15 Prozent an Wert. Verfehlte Erwartungen beim Gewinn, eine stagnierende Nutzeraktivität und ein verhaltener Ausblick sorgen für massive Verkäufe an den Börsen.
Börsen-Schock: PayPal-Aktie rutscht nach Zahlen ab
Bereits im vorbörslichen US-Handel zeichnete sich das Debakel ab: Die PayPal-Aktie gab deutlich nach, zeitweise stand ein Minus von über 14 Prozent zu Buche. Der Markt preist damit eine erneute operative Enttäuschung ein, die das aktuelle Zahlenwerk untermauert.
Bilanz-Check: Quartal verfehlt Erwartungen deutlich
Im vierten Quartal meldete PayPal einen Gewinn je Aktie von rund 1,04 Euro. Damit blieb das Unternehmen hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Vorfeld mit etwa 1,09 Euro gerechnet hatten. Auch beim Umsatz blieb der Zahlungsdienstleister mit 7,38 Milliarden Euro (ein Plus von 3,6 Prozent) hinter der Markterwartung von 7,45 Milliarden Euro zurück.
Margen-Druck: Wachstum reicht dem Markt nicht
Besonderes Augenmerk legten Investoren auf die Transaction Margin Dollars, die auf 3,39 Milliarden Euro stiegen. Bereinigt um Zinsen auf Kundenguthaben ergibt sich ein Wert von etwa 3,14 Milliarden Euro. Dieses überschaubare Plus reicht nicht aus, um die Skepsis der Anleger zu besänftigen, obwohl das Zahlungsvolumen insgesamt solide um neun Prozent auf 403 Milliarden Euro zulegen konnte.
Nutzer-Schwund? Kritik an schwacher Nutzeraktivität
Ein wunder Punkt bleibt die schwache Nutzeraktivität. Die Gesamtzahl der Zahlungsvorgänge wuchs im Quartal lediglich um zwei Prozent, auf Jahressicht sank sie sogar um vier Prozent. Besonders alarmierend: Die Nutzung je aktivem Konto ging um fünf Prozent auf 57,7 Transaktionen zurück – ein Signal für schwindende Kundenbindung.
Prognose 2026: Düsterer Ausblick belastet den Kurs
Für das erste Quartal 2026 zeichnet das Management ein wenig optimistisches Bild. PayPal stellt einen Gewinnrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Während der Markt mit 1,17 Euro je Aktie kalkuliert hatte, bleibt die offizielle Prognose weit dahinter zurück. Auch der Jahresausblick bleibt verhalten.
Radikaler Schritt: Chefwechsel nach Enttäuschung
Als Reaktion auf die unzureichenden Fortschritte im Branchenvergleich zieht der Verwaltungsrat die Reißleine: Enrique Lores wird neuer Konzernchef und übernimmt ab März die Führung. Alex Chriss scheidet nach nur eineinhalb Jahren aus dem Amt aus. Dieser abrupte Chefwechsel nach Enttäuschung unterstreicht die angespannte Lage beim Payment-Giganten.
Analysten-Check: Prognose und Kursziele nach dem Absturz
Nach dem massiven Kurssturz stellen sich viele Anleger die Frage: Ist die PayPal Aktie jetzt ein Kauf oder eine Falle? Während die aktuelle Prognose 2026 durch den düsteren Ausblick massiv belastet wird, hoffen Marktbeobachter auf neue Impulse durch den neuen CEO Enrique Lores.
Erste Reaktionen von Wall-Street-Experten fielen jedoch ernüchternd aus. Zahlreiche Analysten haben ihre Kursziele unmittelbar nach der Bekanntgabe nach unten korrigiert. Vor allem die schwache Transaction Margin (Sicherheitsleistung Anm.) bereitet den Profis Sorgen, da sie den Konkurrenzdruck durch Apple Pay und andere Dienstleister widerspiegelt.