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Ein Salzburger Designstudio steht im Finale für die neuen Euro-Banknoten.
Das Salzburger Studio PunktFormStrich zählt zu zehn Finalisten für die Neugestaltung der Euro-Banknoten.
Das Salzburger Studio PunktFormStrich zählt zu zehn Finalisten für die Neugestaltung der Euro-Banknoten.
Prystai/Shutterstock.com

Aus Salzburg: So könnten die neuen Euroscheine aussehen

30.07.2026 um 12:31, Yunus Emre Kurt
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Ein Salzburger Designstudio steht im Finale für die neuen Euro-Banknoten. PunktFormStrich setzte sich gegen rund 1.200 Konkurrenten durch.

Ein Design aus Salzburg könnte künftig in Millionen Geldbörsen in ganz Europa landen. Das Studio PunktFormStrich hat es bei der Neugestaltung der Euro-Banknoten in die Finalrunde geschafft. Von mehr als 1.200 Bewerbern aus ganz Europa wurden lediglich zehn Designteams ausgewählt.

Wie Salzburg24 berichtet steht hinter dem Salzburger Erfolg ein fünfköpfiges Team rund um die Gründer Hans-Christian Kogler und Gregor Sams. Als die Zusage für die entscheidende Runde eintraf, konnten es die beiden zunächst kaum glauben. Dass die eigenen Ideen eine Chance haben könnten, sei ihnen zwar bewusst gewesen. Der Sprung unter die letzten zehn sei dennoch ein außergewöhnlicher Moment gewesen.

Salzburger Studio erreicht das Finale

Die Europäische Zentralbank hatte im Vorjahr Designstudios aus allen Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen, Konzepte für eine neue Generation von Euro-Geldscheinen einzureichen. PunktFormStrich überzeugte bereits mit seinem Portfolio und durfte anschließend vollständige Entwürfe entwickeln.

Drei Monate lang arbeitete das Team in seinem Studio in der Salzburger Paris-Lodron-Straße an den Banknoten. Gestaltet werden mussten komplette Serien vom Fünf-Euro-Schein bis zur 200-Euro-Note.

Drei Monate Arbeit an den Entwürfen

Die Europäische Zentralbank gab dabei zwei Themenwelten vor: „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“. Zusätzlich mussten zahlreiche technische und gestalterische Vorgaben berücksichtigt werden.

So sollen die vertrauten Grundfarben der einzelnen Scheine erhalten bleiben. Auch der Silberstreifen mit den Sicherheitsmerkmalen darf weder durch Hauptmotive noch durch fühlbare Elemente beeinträchtigt werden. Zudem muss jede Banknote für Menschen mit Sehbeeinträchtigung klar erkennbar sein.

Für die Designer waren diese Regeln allerdings kein Hindernis. Feste Rahmenbedingungen könnten Kreativität sogar fördern, erklärt Kogler. Die Herausforderung bestehe darin, innerhalb der Vorgaben neue und unverwechselbare Lösungen zu finden.

Auch die Auswahl der Motive habe die Arbeit erleichtert. Historische Persönlichkeiten auf Geldscheinen könnten rasch politische Diskussionen auslösen, weil sich einzelne Länder übergangen fühlen könnten. Tiere wie Vögel seien dagegen nicht an nationale Grenzen gebunden und könnten den europäischen Gedanken besonders gut vermitteln.

Vogelgesang wird zum Designelement

Eine der größten Herausforderungen bestand darin, die Vogelmotive seriös und hochwertig wirken zu lassen. Schließlich sollen Banknoten Vertrauen, Stabilität und Wertigkeit ausstrahlen. Eine zu verspielte oder kindliche Gestaltung kam für das Team daher nicht infrage.

PunktFormStrich verband Naturwissenschaft mit Grafikdesign. Der Gesang der jeweiligen Vogelart wurde in visuelle Muster übersetzt und anschließend als gestalterisches Element auf den Banknoten eingesetzt. Dadurch entstand ein System, das Informationen vermittelt und gleichzeitig für einen eigenständigen Look sorgt.

Künstliche Intelligenz kam lediglich bei der Recherche zu wissenschaftlichen Informationen über die Vögel zum Einsatz. Die eigentliche Gestaltung, die Typografie und der gesamte kreative Prozess wurden vom Team selbst entwickelt.

EU-Bürger dürfen mitentscheiden

Für das Salzburger Studio wäre der Sieg weit mehr als ein gewöhnlicher Auftrag. Ein Design, das täglich von hunderten Millionen Menschen verwendet wird, sei ein Stück Designgeschichte, betonen die Gründer.

Noch bis 21. September können Bürger der Europäischen Union online über die zehn Finalkonzepte abstimmen. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat der Europäischen Zentralbank voraussichtlich gegen Jahresende.

Sollte der Salzburger Entwurf tatsächlich ausgewählt werden, steht die erste Feier bereits fest: Kogler möchte sich zunächst seinen bevorzugten Zehn- und 200-Euro-Schein sichern. Danach soll das gesamte Team auf eine gemeinsame Runde Bier eingeladen werden.

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