Direkt zum Inhalt
Bakterien werden in einem Labor untersucht.
Eltern aufgepasst: Nestlé ruft weltweit Babynahrung zurück.
Eltern aufgepasst: Nestlé ruft weltweit Babynahrung zurück.
iStock.com/Naftizin

Gefährliche Bakterien in Babynahrung – weltweiter Rückruf

05.01.2026 um 11:03, Simone Reitmeier
min read
Nestlé ruft mehrere BEBA-Babynahrungen zurück. In einzelnen Chargen wurde das Toxin Cereulid entdeckt. Auch Österreich ist betroffen.

Inhalt

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé zieht mehrere Chargen der Babynahrung BEBA aus dem Verkehr. Grund dafür ist ein mögliches Vorhandensein von Cereulid in einer der Zutaten eines Zulieferers, die in den betroffenen Chargen verwendet wurden. Dabei handelt es sich um ein Toxin, das durch den Mikroorganismus Bacillus cereus produziert wird.

Toxin auch in Österreich festgestellt

Auch in Österreich wurden im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung durch die AGES in zwei Produktchargen geringe Mengen des Toxins Cereulid festgestellt. Passiert ist das durch einen Reinigungsdefekt in einem Produktionsnetzwerk eines Nestlé-Zulieferbetriebs. Die nachgewiesene Konzentration des Toxins war allerdings so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann. Die AGES hat zur Sicherheit auch Produkte anderer Hersteller untersucht. Nirgends konnte das Toxin nachgewiesen werden, alle Stichproben waren unauffällig.

Betroffene Produkte

Die betroffenen Produkte wurden bereits am 24. Dezember 2025 durch REWE (BILLA, BIPA, Sutterlüty u. a.) aus den Regalen genommen. Es handelt sich um folgende Chargen: 

BEBA expert HA PRE (Mindesthaltbarkeitsdatum: 12/2026) 
BEBA supreme PRE (Mindesthaltbarkeitsdatum: 05/2027, EAN: 7 61287 226631) 

Sollte noch jemand eines dieser Produkte zu Hause haben, keineswegs verwenden, sondern zurückbringen. Die Rückgabe ist auch ohne Kassabon möglich, der Kaufpreis wird vollständig rückerstattet.

Symptome erkennen

Das Toxin Cereulid kann bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen. Weist ein Kind derartige Symptome auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Bei hohen Konzentrationen kann es auch zu schweren Krankheitsverläufen kommen (Inzidenz < 1:100.000). Das ist allerdings nur sehr selten der Fall. 

Laut Gesundheitsministerium sind in Österreich bislang keine Krankheitsfälle bekannt, die mit dem Konsum der Säuglingsnahrung in Verbindung stehen.

more