Nationales Impfgremium empfiehlt 4. Stich

Das Nationale Impfgremium (NIK) hat heute eine Empfehlung für eine Auffrischungsimpfung ausgesprochen.
Autor: Patrick Deutsch, 31.08.2022 um 11:04 Uhr

Die Empfehlung gilt für alle in Österreich lebenden Personen ab 12 Jahren. Diese sollen sich ab September die vierte Impfung holen, wenn vier bis sechs Monate seit der Grundimmunsierung vergangen sind. Bisher gab es so eine Empfehlung nur für Risikogruppen sowie Menschen ab 60 Jahren.

Grundimmunsierung nachholen

Noch wichtiger als die Auffrischungsimpfung ist laut Ansicht der Experten aber, dass Personen, die noch über keine Grundimmunisierung verfügen, diese nachholen. „Die Auffrischungsimpfung bietet als zusätzlichen Bonus einige Wochen einen gewissen Schutz vor Neuinfektionen - vor allem verstärkt sie aber noch einmal den langanhaltenden Schutz vor einer schweren Erkrankung. Deshalb haben wir gerade jetzt - zum Schulbeginn und zum Start in den Herbst - unsere Empfehlung erweitert“, betont Herwig Kollaritsch, Mitglied des Nationalen Impfgremiums.

Mit Impfung und FFP2-Maske haben wir eine große Chance, gut durch den Herbst zu kommen. – Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne)

Maskenpflicht vor Rückkehr?

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) erwartet in den kommenden Wochen deutlich steigende Zahlen bei Corona-Neuinfektionen und eine damit verbundene Zunahme der Belastung in den Spitälern. Der Gesundheitsminister rief die Menschen sowohl zur Auffrischungsimpfung, als auch zum Tragen der Maske auf. Nämlich überall dort, wo der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. „Es ist wahrscheinlich, dass im Herbst eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wie im öffentlichen Verkehr oder in Supermärkten wieder sinnvoll und notwendig sein wird”, so Rauch.

Angepasster Impfstoff vor Zulassung

Bereits morgen soll der auf die Omikron-Variante angepasste Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen werden. Die ersten Lieferungen sollen noch im September in Österreich eintreffen. Experte Herwig Kolleritsch empfiehlt aber, nicht auf die Kollaritsch empfiehlt aber, nicht auf die Variantenimpfstoffe zu warten. Die aktuell verfügbaren Impfstoffe seien „bestens erprobt“ und würden „effektiv vor einer schweren Erkrankung” schützen.