MediaMarkt und Saturn werden chinesisch: Jetzt ist der Weg frei
- EU genehmigt Übernahme unter strengen Auflagen
- Chinesischer Konzern muss Wettbewerb schützen
- MediaMarkt und Saturn bekommen neuen Eigentümer
- Was bedeutet die Übernahme für Kunden?
Die MediaMarkt-Saturn-Übernahme durch den chinesischen Handelsriesen JD.com hat eine entscheidende Hürde genommen. Die EU-Kommission hat am Dienstag den Einstieg bei der deutschen Muttergesellschaft Ceconomy genehmigt. Allerdings hat Brüssel den milliardenschweren Deal an strenge Auflagen geknüpft. Im Mittelpunkt stehen chinesische Staatssubventionen und mögliche Wettbewerbsvorteile.
EU genehmigt Übernahme unter strengen Auflagen
Die Europäische Kommission hat am 3. November 2026 ihre Zustimmung zur Übernahme von Ceconomy durch JD.com erteilt. Die Genehmigung ist allerdings an Verpflichtungen gebunden, die für zehn Jahre gelten.
Die Wettbewerbshüter haben zuvor Bedenken geäußert, dass der chinesische Konzern durch staatliche Unterstützung einen unfairen Vorteil gegenüber europäischen Konkurrenten erhalten könnte. Dabei ging es insbesondere um günstige Finanzierungsmöglichkeiten, Steuervergünstigungen und staatliche Zuschüsse.
MediaMarkt und Saturn: Der China-Deal auf einen Blick
Käufer: JD.com, chinesischer Handelskonzern
Übernahmeziel: Ceconomy, Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn
EU-Genehmigung: 3. November 2026
Auflagen: Verpflichtungen für zehn Jahre
Filialnetz: Mehr als 1.000 Elektronikmärkte europaweit
Beschäftigte: Rund 48.000 bei Ceconomy
Aktueller Stand: Die EU hat die Übernahme genehmigt. Der endgültige Abschluss wird in den kommenden Tagen erwartet.
Chinesischer Konzern muss Wettbewerb schützen
Um diese Bedenken auszuräumen, hat sich JD.com zu konkreten Maßnahmen verpflichtet. Geschäfte zwischen dem chinesischen Mutterkonzern und Ceconomy müssen künftig zu marktüblichen Bedingungen erfolgen.
Auch bei Logistik- und Lagerdienstleistungen gelten klare Regeln: JD.com muss vergleichbare Angebote anderen Unternehmen in der EU zu denselben Bedingungen zugänglich machen wie Ceconomy.
Damit soll verhindert werden, dass der chinesische Handelsriese seine neue Tochter durch verdeckte finanzielle Vorteile unterstützt und Konkurrenten mit künstlich niedrigen Preisen unter Druck setzt.
MediaMarkt und Saturn bekommen neuen Eigentümer
JD.com hat sein Übernahmeangebot bereits im Sommer 2025 vorgelegt. Das deutsche Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss im September desselben Jahres genehmigt.
Inzwischen hat sich der Konzern die Mehrheit der Ceconomy-Aktien gesichert. Nach der Entscheidung aus Brüssel rechnen die beteiligten Unternehmen damit, die Transaktion in den kommenden Tagen abzuschließen.
Ceconomy betreibt europaweit mehr als 1.000 Elektronikmärkte und beschäftigt rund 48.000 Menschen, davon etwa 17.000 in Deutschland.
Was bedeutet die Übernahme für Kunden?
Mit JD.com übernimmt einer der größten chinesischen Onlinehändler die Kontrolle über die bekannten Elektronikketten. Der Konzern beschäftigt rund 570.000 Mitarbeiter und ist im März 2026 mit seiner Plattform Joybuy auch in Deutschland gestartet.
Für MediaMarkt und Saturn eröffnet die Übernahme eine engere Zusammenarbeit mit einem international aufgestellten Online- und Logistikunternehmen. Welche konkreten Veränderungen sich daraus für Filialen, Beschäftigte und Kunden in Österreich ergeben, ist bislang offen.
MediaMarkt und Saturn: Was bedeutet die Übernahme für Kunden?
Werden MediaMarkt und Saturn jetzt chinesisch?
Der chinesische Handelskonzern JD.com hat die Mehrheit an der Muttergesellschaft Ceconomy erworben. Die EU hat die Übernahme genehmigt. Der endgültige Abschluss steht noch bevor.
Werden Elektrogeräte bei MediaMarkt und Saturn teurer?
Ob sich die Preise durch die MediaMarkt-Saturn-Übernahme verändern, ist derzeit offen. Die EU-Auflagen sollen verhindern, dass JD.com durch staatliche Unterstützung unfaire Wettbewerbsvorteile erhält.
Werden Filialen in Österreich geschlossen?
Konkrete Filialschließungen in Österreich sind aus den vorliegenden Informationen nicht bekannt. Welche Veränderungen JD.com für das Filialnetz plant, bleibt offen.
Was passiert mit den Mitarbeitern?
Ceconomy beschäftigt europaweit rund 48.000 Menschen. Welche konkreten Auswirkungen der Eigentümerwechsel auf die Beschäftigten in Österreich haben wird, ist bislang nicht bekannt.