Dutzende Tote: Israel greift Libanon an
Libanon rückt erneut in den Mittelpunkt des Nahost-Konflikts: Die Hisbollah hat Israel erstmals seit der Waffenruhe 2024 wieder mit Raketen angegriffen. Im Libanon folgten darauf israelische Luftangriffe, die nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums zahlreiche Opfer forderten.
Raketenangriff und israelische Gegenangriffe
Die vom Iran unterstützte Hisbollah beschoss in der Nacht israelisches Gebiet mit Raketen und Drohnen. Israel erklärte, ein Teil der Geschosse sei abgefangen worden, weitere seien in offenem Gelände niedergegangen. Israels Militär machte die Hisbollah für die Eskalation verantwortlich und reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im gesamten Libanon, darunter auch in und um Beirut.
Tote, Verletzte und Evakuierungsaufrufe
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den israelischen Angriffen mindestens 31 Menschen getötet und 149 verletzt. Besonders betroffen gewesen sein sollen Gebiete im Süden des Landes.
Israel rief die Bevölkerung in zahlreichen Orten im Süden und in der Bekaa-Ebene zur Evakuierung auf. Medien berichteten von langen Staus und vielen Menschen auf der Flucht.
Waffenruhe seit 2024 und der Hintergrund der Eskalation
Seit November 2024 galt zwischen Israel und der Hisbollah eine Waffenruhe. Die Hisbollah begründete den Angriff nach Berichten mit „Vergeltung“ im Zusammenhang mit der Zuspitzung rund um Iran und dem Tod von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei, der laut iranischen Staatsmedien nach Luftangriffen ums Leben kam.
Regionale Reaktionen und weitere Milizenangriffe
Mit dem neuen Schlagabtausch droht der Konflikt weiter zu regionalisieren: Laut Berichten griff auch eine mit Iran verbündete Miliz im Irak einen US-Stützpunkt nahe dem Flughafen Bagdad mit einer Drohne an. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.