Krokodil-Alarm vor Olympia 2032: Ruderer schlagen Alarm
- Riesiges Krokodil nahe Olympia-Strecke entdeckt
- Ruderfunktionär warnt vor unsichtbarer Gefahr
- Mehr als 500 Ruderer fordern anderen Austragungsort
- Regierung verteidigt umstrittenen Olympia-Standort
Ein mehr als drei Meter langes Krokodil sorgt in Australien für Aufregung. Das Tier wurde am Wochenende nahe dem Fitzroy River in Rockhampton gesichtet. Ausgerechnet dort sollen bei den Olympischen Spielen 2032 die Ruder- und Kanurennbewerbe stattfinden. Die Sichtung verschärft die Debatte über die Sicherheit der Athleten.
Riesiges Krokodil nahe Olympia-Strecke entdeckt
Das Salzwasserkrokodil tauchte beim North Rockhampton Golf Club auf, unweit des geplanten Wettkampfgeländes. Die Umweltbehörde von Queensland untersucht den Vorfall. Fachleute prüfen, ob das Tier eingefangen und aus dem Gebiet entfernt werden soll.
Seit Mitte September wurden in der Region drei weitere Krokodilsichtungen gemeldet. Der Fitzroy River gilt als natürlicher Lebensraum der gefährlichen Reptilien.
Ruderfunktionär warnt vor unsichtbarer Gefahr
Der langjährige australische Ruderfunktionär Ray Ebert bezeichnete die Sichtung als Weckruf. Gegenüber dem Sender ABC erklärte er: „Es sind nicht die Krokodile, die man sehen kann, um die ich mir Sorgen machen würde, sondern die, die man nicht sehen kann.“
Auch Krokodilexperte John Lever fordert Konsequenzen. Seiner Ansicht nach müssen sämtliche Krokodile aus dem Umfeld der geplanten Wettkampfstrecke entfernt werden.
Mehr als 500 Ruderer fordern anderen Austragungsort
Die Kritik reicht weit über die Krokodilgefahr hinaus. Starke Strömungen, Überschwemmungen und hohe Sedimentbelastungen werfen zusätzliche Fragen zur Eignung des Fitzroy River auf.
Mehr als 500 Ruderer, darunter Olympiasieger Drew Ginn, unterzeichneten deshalb einen offenen Brief. Sie fordern eine Verlegung der Bewerbe in den Südosten Queenslands.
Regierung verteidigt umstrittenen Olympia-Standort
Queenslands Premierminister David Crisafulli hält dennoch an Rockhampton fest. Er verweist auf die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Fluss und eine unabhängige technische Bewertung, die der Standort laut seinen Angaben mit Bravour bestanden habe.
Oppositionsführer Steven Miles verlangt dagegen die Veröffentlichung dieser Untersuchung sowie einen konkreten Sicherheitsplan zum Umgang mit Krokodilen.
Damit bleibt die Frage offen, wie die Sicherheit der Olympia-Athleten im Jahr 2032 gewährleistet werden soll.