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Ein Learjet 60 stürzte am Sonntag in Palm Beach County in Florida ab; alle neun Menschen an Bord starben.
Ein Learjet mit neun Menschen an Bord gerät in einen extremen Sinkflug und stürzt in einem Wohngebiet ab.
Ein Learjet mit neun Menschen an Bord gerät in einen extremen Sinkflug und stürzt in einem Wohngebiet ab.
muratart/Shutterstock.com

Privatjet stürzt in Wohngebiet: Neun Menschen tot

02.11.2026 um 09:47, Yunus Emre Kurt
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Ein Learjet ist in Florida nahezu senkrecht abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Alle neun Insassen starben, kurz zuvor meldete die Crew einen Notfall.

Ein schwerer Flugzeugabsturz hat im US-Bundesstaat Florida neun Menschen das Leben gekostet. Ein zweistrahliger Privatjet vom Typ Learjet 60 stürzte am Sonntag in Palm Beach County in ein Wohngebiet und ging nach dem Aufprall in Flammen auf. Alle neun Menschen an Bord kamen ums Leben. Besonders dramatisch sind erste Erkenntnisse aus dem Funkverkehr: Die Besatzung hatte kurz vor dem Absturz Vereisung, Turbulenzen und einen extrem schnellen Höhenverlust gemeldet.

​Learjet stürzt in Wohngebiet

Der Absturz ereignete sich am Sonntag, 1. November, gegen 12.50 Uhr Ortszeit, das entspricht 18.50 Uhr in Österreich. Der Learjet 60 war zuvor vom Austin-Bergstrom International Airport im US-Bundesstaat Texas gestartet.

Ziel der Maschine war der North Eleuthera Airport auf den Bahamas. Im Bereich von Cresthaven beziehungsweise Greenacres im Palm Beach County kam es schließlich zur Katastrophe.

Der Jet schlug nahe einer viel befahrenen Straße in einem Wohngebiet auf. Nach Angaben der US-Behörden befanden sich neun Menschen an Bord. Keiner von ihnen überlebte den Absturz. Die Identitäten der Opfer waren zunächst noch nicht öffentlich bekannt.

​Dramatische Funkmeldungen vor dem Aufprall

Neue Details aus dem Funkverkehr zeichnen ein dramatisches Bild der letzten Minuten. Laut Berichten aus der Luftfahrtbranche meldete die Besatzung Vereisung, mäßige Turbulenzen und Niederschläge.

Die Piloten baten daraufhin um die Erlaubnis, auf 37.000 Fuß zu steigen. Kurz nach der Freigabe meldete die Pilotin jedoch einen massiven Höhenverlust von zunächst rund 10.000 Fuß pro Minute.

Wenig später soll die Sinkrate weiter angestiegen sein. Gleichzeitig meldete die Besatzung eine zu hohe Geschwindigkeit des Flugzeugs. Eine der letzten überlieferten Aussagen lautete: „We're out of time.“ Kurz darauf brach der Funkkontakt ab.

​Feuerball und großer Krater

Aufnahmen vom Absturz zeigen, wie die Maschine nahezu senkrecht Richtung Boden stürzt. Beim Aufprall entstand ein riesiger Feuerball. Zurück blieben ein großes Trümmerfeld und ein tiefer Krater.

Anwohner berichteten von herumfliegenden Trümmern und starken Erschütterungen. Rund 600 Menschen in der Umgebung waren nach Angaben lokaler Behörden von den Auswirkungen des Absturzes betroffen und benötigten teilweise vorübergehend eine Unterkunft.

​Unfallursache noch völlig offen

Die Untersuchung wird vom National Transportation Safety Board geführt, die US-Luftfahrtbehörde FAA unterstützt die Ermittlungen.

Dabei sollen unter anderem Wetterbedingungen, Flugverlauf, technischer Zustand der Maschine und die Kommunikation mit der Flugsicherung ausgewertet werden. Die verunglückte Maschine war ein Learjet 60 aus dem Baujahr 2004.

Die Hinweise auf Vereisung und Turbulenzen spielen für die Ermittlungen eine wichtige Rolle. Eine offizielle Ursache ist daraus allerdings noch nicht abzuleiten. Ob die Wetterbedingungen tatsächlich den Kontrollverlust verursacht oder dazu beigetragen haben, müssen die Untersuchungen erst zeigen.

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