Schock: Fußball-Legende verhaftet

"Herr Krankl, Sie sind festgenommen": Der Córdoba-Held erlebt Schock nach LASK-Spiel.
Autor: Stefanie Hermann, 16.08.2022 um 08:17 Uhr

Zu dramatischen Szenen ist es am Wochenende nach einem Spiel zwischen Rapid und dem LASK gekommmen. Hans Krankl, der für den Fernsehsender Sky als Experte vor Ort war, geriet nach dem Spiel in einen mittleren Polizei-Eklat. Die ÖFB-Legende soll einen Polizisten angefahren haben. Während Krankl die Festnahme bestätigt, streitet er weitere Vorwürfe vehement ab.

Krankl bestätigt Festnahme

Bei der Ausfahrt aus der VIP-Garage wurde der 69-Jährige angehalten. Die Polizei, die die Abreise der Tausenden Fans koordinierte, gab dem Fan-Bus der Hütteldorfer Vorrang. Krankl wurde aufgefordert, den Motor abzustellen und zu warten. Das habe er auch getan, wie der Sky-Analyst betont. Allein, sein Auto dürfte nicht ganz mitgespielt haben. Die Park-Position habe sein Porsche Cayenne mit einem "Rucker" quittiert.

Ich wurde wie ein Schwer­verbrecher behandelt.

"Sie sind festgenommen"

Für den Polizisten eine offensichtliche Provokation. Er rief sechs weitere Kollegen zur Unterstützung, wie Krankl berichtet. "Herr Krankl, Sie sind festgenommen." Weiters wurde er aufgefordert Handy, Geldbörse, Papiere abzugeben und die Hände aufs Autodach zu legen. "Ich wurde wie ein Schwer­verbrecher behandelt“, so Krankl gegenüber der Österreich.

Polizist angefahren

Die Polizei verteidigt unterdess ihr Vorgehen. "Der Lenker leistete dem deutlich gegebenen Haltezeichen nicht Folge und fuhr auf einen Polizisten zu. Er stoppte sein Fahrzeug erst, als es bereits zu einem leichten Körperkontakt zwischen dem Beamten und der Stoßstange des Pkw gekommen war", so der offizielle Bericht. Damit aber nicht genug, sei Krankl auf zwei weitere Beamte zugerollt - und erst bei neuerlichem Kontakt stehen geblieben.

Prozess droht

Nach erfolgter Belehrung, Identitätsfeststellung und Sachverhaltsaufnahme ist Krankl mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Weitere Ermittlungen laufen. Dem Fußball-Idol droht eine Anklage wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.