Prominenter Impfgegner stirbt nach Corona-Infektion

Biacsics, der sich im Internet und auf Demonstrationen gegen die Corona-Impfung und die Maßnahmen der Regierung aussprach, verweigerte die Behandlung im Krankenhaus und starb am 10. November an den Folgen einer Corona-Infektion.

Selbstbehandlung schlug fehl

Wie sein Sohn in einem Text auf der Homepage des Niederösterreichers beschreibt, behandelte Biacsics die Erkrankung mit Chlordioxid (CDL) – auch mit hochdosierten CDL-Einläufen. CDL ist ein Bleich- und Desinfektionsmittel, das von Ex-US-Präsident Donald Trump zur Behandlung von Covid empfohlen wurde. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) warnt vor der Verwendung von CDL gegen Corona und äußert einen „begründeten Verdacht“ auf schädliche Wirkungen. 

In alternativmedizinischen Kreisen werden, fälschlicherweise als „Studien“ bezeichnete, Artikel veröffentlicht, die eine arzneiliche Wirkung von Chlordioxidlösungen belegen sollen. Das BASG hat zum aktuellen Zeitpunkt keine Kenntnis von wissenschaftlichen Daten, die eine positive Wirkung von Chlordioxid bestätigen. – Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

Behandlung verweigert

Aus dem Text geht auch hervor, dass sich Biacsics aufgrund seines schlechten körperlichen Zustands ins Krankenhaus begeben musste. Den Behandlungsvorschlag des LKH Wiener Neustadt, wo er positiv auf das Virus getestet wurde, lehnte er allerdings ab und verließ auf eigenen Wunsch die Klinik. Drei Tage später war er tot.

Anteilnahme und Verschwörung

Auf der Facebook-Seite von Johann Biacsics ist die Anteilnahme groß. Es gibt aber auch Stimmen, die von einem gezielten Anschlag auf den Aktivisten sprechen.

Autor: Patrick Deutsch, 27.11.2021