Anhänger der Homöopathie sind längst geimpft, zeigt Studie

Die meisten würden dieser Behauptung wohl zustimmen: Homöopathie-Befürworter sind gegen die Corona-Impfung. Sie stimmt aber nicht.
Autor: Andrea Schröder, 17.12.2021 um 12:14 Uhr

Eine aktuelle Studie aus Deutschland zeigt: Die Impfquote der Homöopathie-Nutzer entspricht jener der Gesamtbevölkerung. Auch bei der Zustimmung zu Pandemie-bedingten Maßnahmen gibt es keine Unterschiede zwischen Homöopathie-Verwendern und Nichtverwendern. Die Umfrage zeigt außerdem, dass nicht ein generelles "Querdenken" der häufigste Grund ist, sich nicht impfen zu lassen,  sondern die Angst vor Nebenwirkungen (Quelle:  Online-Befragung durch  NielsenIQ  von 1.000 Erwachsenen über 18 Jahre im Dezember 2021).

Branche ist pro Impfung

Die Folgerung: Wissenschaftsbasierte Information kann bisher Unentschlossenen überzeugen, sich impfen zu lassen. Davon ist auch die Deutsche Homöopathie-Union (DHU) überzeugt. In einer Anzeigenkampagne ruft der Hersteller von Globuli und Co. die Menschen dazu auf, sich impfen zu lassen. 

 

Das klare Bekenntnis zum Impfen gegen COVID-19 entspricht der Einstellung der meisten Homöopathie-Nutzer. „Die zuletzt oft verbreitete Gleichung ‚Homöopathie-Verwender = Impfgegner‘ entspricht nicht der Realität“, so DHU-Geschäftsführer Dr. Frank Waimer. Und weiter: „Bei uns (...) sind aktuell 88 Prozent der Mitarbeitenden geimpft.“

"Alte" Studie stimmt nicht mehr

Die Ergebnisse dieser aktuellen repräsentativen Befragung widersprechen damit der Behauptung, Homöopathie-Nutzer seien impfskeptisch. Deren  (vermeintliche) Impfskepsis wurde wiederholt durch eine Studie der TU Regensburg aus dem Spätherbst 2020 untermauert. Laut DHU  wurde diese aber in einem Zeitraum durchgeführt, zu dem weder zugelassene Impfstoffe noch Erfahrungen damit vorlagen.