Hinke Tankbau insolvent: Brauerei-Zulieferer ist pleite
- Schulden von rund 3,3 Millionen Euro
- Rückgang im Kerngeschäft belastet Betrieb
- Banken schränken Kreditlinien ein
- Sanierungsplan mit 20-Prozent-Quote
- Investorensuche läuft bereits
Über die Hinke Tankbau GmbH aus Vöcklamarkt ist ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das Verfahren wurde am 14. Juli 2026 am Landesgericht Wels eingeleitet. Der Antrag ist vom Unternehmen selbst gestellt worden.
Von der Insolvenz sind 50 Dienstnehmer betroffen, darunter sieben Lehrlinge. Die Löhne für Juni 2026 konnten bereits nicht mehr ausbezahlt werden.
Schulden von rund 3,3 Millionen Euro
Die Verbindlichkeiten des Metallbetriebs, der Tanks und Behälter für Brauereien und die Pharmaindustrie herstellt, belaufen sich laut KSV1870 auf rund 3,3 Millionen Euro. Insgesamt sind etwa 140 Gläubiger betroffen. Die liquiden Mittel lagen zuletzt bei rund 400.000 Euro.
Rückgang im Kerngeschäft belastet Betrieb
Das Unternehmen hat sich über Jahre auf den Bau von Tanks und Behältern für Brauereien spezialisiert. In diesem Bereich ist die Nachfrage deutlich zurückgegangen.
Ab 2024 hat Hinke Tankbau daher verstärkt auf die Pharmaindustrie gesetzt. Nach einer zunächst stabilen Entwicklung hat sich auch in diesem Segment die Auftragslage abgeschwächt. Gleichzeitig haben sich Investitionen in Richtung USA und Asien verlagert.
Banken schränken Kreditlinien ein
Laut Unternehmensangaben haben Einschränkungen bei Kreditlinien und die Fälligstellung bestehender Finanzierungen die Zahlungsunfähigkeit ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit ist dem Betrieb damit die notwendige Liquidität entzogen worden.
Sanierungsplan mit 20-Prozent-Quote
Der Betrieb soll im Rahmen des Verfahrens fortgeführt werden. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von 24 Monaten.
Investorensuche läuft bereits
Die Finanzierung der Sanierung soll über den laufenden Betrieb sowie über mögliche Investoren erfolgen. Gespräche mit potenziellen Geldgebern laufen laut Unternehmensangaben bereits.
Als Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Klaus Schiller bestellt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 1. Oktober 2026 am Landesgericht Wels statt.