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Passagier mit Schutzanzug und Atemmaske formt Herzsymbol während Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff, erinnert an Corona-Szenen
Evakuierter Passagier in Schutzkleidung auf einem Kreuzfahrtschiff während eines Hantavirus-Ausbruchs erinnert an Szenen aus der Corona-Pandemie
Evakuierter Passagier in Schutzkleidung auf einem Kreuzfahrtschiff während eines Hantavirus-Ausbruchs erinnert an Szenen aus der Corona-Pandemie
APA-Images / AFP / JORGE GUERRERO

Hantavirus sorgt für Corona-Angst: Droht jetzt die nächste Pandemie?

15.05.2026 um 09:33, Stefanie Hermann
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Hantavirus sorgt weltweit für Angst wie zu Corona-Zeiten. Experten erklären, wie gefährlich das Virus wirklich ist und warum eine Pandemie unwahrscheinlich ist.

Hantavirus sorgt aktuell für Schlagzeilen: Drei Tote, ein Kreuzfahrtschiff in Quarantäne und Evakuierungen im Schutzanzug wecken Erinnerungen an Corona. Bilder von der „MV Hondius“ gehen um die Welt und lösen Verunsicherung aus. Viele stellen sich die Frage: Steht die nächste globale Gesundheitskrise bevor?

Fachleute geben jedoch klare Entwarnung. Das Hantavirus unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt grundlegend von Corona.

Warum das Hantavirus nicht wie Corona ist

Der größte Unterschied zwischen Hantavirus und Corona liegt in der Übertragbarkeit. Während sich SARS-CoV-2 rasant über die Atemwege verbreitet hat – oft auch durch Menschen ohne Symptome – ist das beim Hantavirus nicht der Fall.

Zwar handelt es sich beim aktuellen Ausbruch um die Andes-Variante, die grundsätzlich von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Diese Übertragung ist jedoch selten und tritt laut Experten nur bei engem und längerem Kontakt auf. Eine schnelle Verbreitung in der breiten Bevölkerung ist damit kaum möglich.

Hantavirus: Gefährlich, aber nicht leicht übertragbar

Das Hantavirus ist keineswegs harmlos. Die Erkrankung kann schwer verlaufen und sogar tödlich enden. Genau darin liegt auch die eigentliche Gefahr des Virus.

Gleichzeitig betonen Experten: Die Bedrohung geht nicht von einer schnellen Ausbreitung aus, sondern von der Schwere einzelner Krankheitsverläufe. „Das Andes-Virus ist gefährlich wegen der Schwere der Erkrankung, nicht wegen einer besonders leichten Übertragbarkeit“, so Virologe Jonas Schmidt-Chanasit gegenüber dem Portal fr.de.

Für die allgemeine Bevölkerung bleibt das Risiko laut europäischen Gesundheitsbehörden dennoch sehr gering.

Hantavirus-Ausbrüche bleiben lokal begrenzt

Hantavirus-Ausbrüche verlaufen in der Regel lokal und lassen sich gut kontrollieren. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Ausbruch auf der Hondius auf ein einzelnes Übertragungsereignis von einem infizierten Tier auf einen Patienten an Bord des Schiffes zurückgehen.

Auch Studien belegen, dass sich die Verbreitung durch einfache Maßnahmen wie Isolation und Kontaktverfolgung schnell eindämmen lässt. Anders als bei Corona fehlt dem Virus die Dynamik für eine globale Ausbreitung.

Keine Impfung, keine gezielte Therapie

Ein Unterschied zu Corona besteht auch bei der Behandlung. Für das Hantavirus gibt es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie. Die medizinische Versorgung konzentriert sich auf unterstützende Maßnahmen, oft intensivmedizinisch.

Rasches Eingreifen ist entscheidend: Infizierte müssen isoliert, Kontaktpersonen überwacht werden. In der Regel reichen diese Maßnahmen aus, um Ausbrüche unter Kontrolle zu halten.

Falschmeldungen und Verschwörungstheorien im Umlauf

Parallel zum Ausbruch verbreiten sich im Internet zahlreiche Falschinformationen. Besonders hartnäckig hält sich die Behauptung, das Hantavirus könne durch Covid-Impfungen ausgelöst worden sein.

Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Experten betonen, dass solche Erzählungen oft aus der Angst vor einer neuen Pandemie entstehen – ähnlich wie zu Beginn der Corona-Krise.

Keine neue Corona-Pandemie in Sicht

Auch wenn die Bilder beunruhigend sind: Eine Pandemie wie bei Corona ist beim Hantavirus nach aktuellem Stand äußerst unwahrscheinlich. Die geringe Übertragbarkeit setzt dem Virus klare Grenzen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Entwarnung auf ganzer Linie gegeben werden kann. Einzelne Ausbrüche müssen ernst genommen und konsequent eingedämmt werden.

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