„Verlorene“ Feiertage: Darf man sie bald nachholen?

Die Weihnachtsfeiertage fielen heuer auf ein Wochenende – für Arbeitnehmer nicht ideal. Geht es nach der Gewerkschaft, sollen diese Feiertag künftig nachgeholt werden. Das Netz reagiert gespalten, teils mit skurrilen Vorschlägen.
Autor: Simone Reitmeier, 30.12.2022 um 12:21 Uhr

Was haben Staatsfeiertag und Christtag 2022 sowie Neujahr 2023 gemein? Richtig, allesamt sind Sonntage. Das heißt: Arbeitnehmer verlieren diese gesetzlich freien Tage. Aus Sicht der Gewerkschaft (GPA) geht das gar nicht, sie fordert arbeitsfreie Ersatztage.

Vorschlag: Feiertage nachholen

Mit 13 gesetzlichen Feiertagen pro Jahr bewegt sich Österreich im EU- Spitzenfeld. Fallen sie aber auf einen Sonntag, haben Frau und Herr Österreich Pech. Das soll sich nun ändern, fordert die GPA. Feiertage, die zufällig auf einen Sonntag fallen, sollen automatisch auf den nächsten Werktag (zum Beispiel Montag) verschoben werden.

EU-Länder als Vorbild

Am folgenden Werktag werden Feiertage beispielsweise in Spanien nachgeholt, wenn es sich nicht um einen Tag handelt, der von Vornherein auf einen Sonntag fällt. In Luxemburg wird der Feiertag innerhalb von drei Monaten nachgeholt, in Belgien auch – oder der Arbeitgeber legt einen gemeinsamen freien Tag fest. Frei wählbare Ersatztage gibt es im Vereinigten Königreich, in Italien winkt ein Lohnausgleich.

Netz reagiert gespalten und teils skurril

Während einige von diesem Vorschlag begeistert sind, gibt es auf Twitter auch reichlich kritische Stimmen.

Einige User sprechen sich dafür aus, dass religiöse Feiertage überhaupt nur noch für Angehörige des jeweiligen Glaubens gelten sollten.

Anders sieht das diese Dame, sie würde sich „10 zusätzliche freie Tage für spirituelle Zwecke“ wünschen.

Auch das wird als Gegenargument geliefert: