Mittelschweres Erdbeben erschüttert beliebte Ferieninsel
- Erdbeben Korfu: Epizentrum nahe Ioannina
- Korfu: Menschen laufen aus Häusern
- Mehrere Nachbeben bei Korfu nach dem Hauptbeben
- Warum Griechenland häufig bebt
Ein Erdbeben in Korfu hat am frühen Sonntagmorgen weite Teile Nordwestgriechenlands erschüttert. Das Beben erreichte nach Angaben des Geodynamischen Instituts der Universität Athen eine Stärke von 5,3. Die US-Behörde USGS registrierte sogar Magnitude 5,5. Besonders stark zu spüren war das Beben rund um die beliebte Urlaubsinsel Korfu.
Erdeben Korfu: Epizentrum nahe Ioannina
Das Epizentrum des Erdbebens lag laut Seismologen auf dem griechischen Festland, rund zwei Kilometer südöstlich von Rodotópi in der Region Epirus. Der Ort befindet sich etwa 15 Kilometer nordwestlich der Regionalhauptstadt Ioannina.
Die Herdtiefe betrug rund zehn Kilometer. Dadurch wurde das Beben in einem größeren Gebiet deutlich wahrgenommen. Auch im Süden Albaniens berichteten Bewohner von spürbaren Erschütterungen.
Korfu: Menschen laufen aus Häusern
In der Stadt Ioannina und umliegenden Gemeinden gerieten Möbel und Gegenstände in Wohnungen ins Wanken. Viele Bewohner verließen vorsorglich ihre Häuser und warteten im Freien, bis die Erschütterungen nachließen.
Örtliche Medien berichten außerdem über kleinere Erdrutsche sowie zeitweise Stromausfälle in mehreren Orten der Region. In einigen Dörfern wurden zudem Risse in Gebäuden gemeldet.
Verletzte oder größere Schäden wurden bislang nicht registriert. Behörden kontrollieren derzeit mögliche gröbere Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.
Mehrere Nachbeben bei Korfu nach dem Hauptbeben
Nach dem Hauptbeben registrierten Seismologen mehrere Nachbeben in der Region. Messstationen rund um die Ionischen Inseln erfassten zahlreiche kleinere Erschütterungen mit geringerer Stärke.
In der Umgebung von Korfu wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 kleinere Beben gemeldet. Die meisten davon lagen unter einer Stärke von Magnitude 3.
Warum es in Griechenland häufig Erdbeben gibt
Griechenland zählt zu den seismisch aktivsten Regionen Europas. Die Ursache liegt in der Bewegung mehrerer tektonischer Platten.
In der Region Epirus stößt die Apulische Mikroplatte aus der Adria-Region gegen die Eurasische Platte. Dabei entstehen Spannungen in der Erdkruste, die sich entlang von Bruchzonen plötzlich entladen und Erdbeben auslösen.
In der Vergangenheit kam es in der Region wiederholt zu Beben über Stärke 5, die auch auf den Ionischen Inseln und in Albanien zu spüren waren. Größere Schäden sind jedoch selten.