Buckelwal Timmy aktuell: Wal im Lastkahn erreicht Dänemark
- Transport per Lastkahn: So läuft der Timmy Transport ab
- Gesundheitszustand kritisch: Experten warnen vor Risiken
- Rettungsaktion bleibt umstritten
Der Timmy-Transport läuft: Der geschwächte Buckelwal wird aktuell in einer gefluteten Barge entlang der Ostseeküste Richtung Nordsee gebracht. Nach wochenlangem Feststecken in einer flachen Bucht vor der Insel Poel ist das Tier nun auf dem Weg in tiefere Gewässer.
Begleitet von Schleppern bewegt sich der Kahn nur langsam vorwärts. Zuletzt hat der Transportverband eine dänische Meerenge erreicht. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte Buckelwal Timmy alias Hope in wenigen Tagen die Nordsee erreichen und dort freigelassen werden.
Transport per Lastkahn: So läuft der Timmy-Transport ab
Buckelwal Timmy liegt während der Reise auf einem Sandbett innerhalb des gefluteten Lastkahns. Er ist nicht fixiert und kann sich frei bewegen. Helfer schützen das Tier mit einem Sonnensegel vor direkter Einstrahlung und halten die Haut durchgehend feucht. Der Transport erfolgt mit geringer Geschwindigkeit, um Stress für das Tier zu minimieren.
Die Route führt von der Ostsee über stark befahrene Wasserstraßen bis rund um die Nordspitze Dänemarks. Ziel ist das Skagerrak und schließlich die Nordsee. Timmy wird vor seiner Freilassung mit einem GPS-Sender ausgestattet. Die Daten sollen jedoch nicht öffentlich zugänglich sein, um gezielten Tourismus rund um den Wal zu verhindern.
Gesundheitszustand kritisch: Experten warnen vor Risiken
Trotz der spektakulären Rettungsaktion bleibt die Lage angespannt. Fachleute beurteilen den Zustand des Wals als schlecht. Mehrere Strandungen, mögliche Verletzungen und die lange Zeit im flachen Wasser haben Spuren hinterlassen.
Der Transport selbst stellt eine zusätzliche Belastung dar. Unklar ist, ob Buckelwal Timmy nach der Freilassung überhaupt in der Lage ist, selbstständig zu schwimmen, zu tauchen und Nahrung aufzunehmen. Im offenen Meer könnte das Tier nicht mehr die nötige Stabilität finden. Im schlimmsten Fall droht Timmy ein Tod durch Ertrinken.
Rettungsaktion bleibt umstritten
Erst wenn Timmy über längere Zeit normales Verhalten zeigt, kann tatsächlich von einer erfolgreichen Rettung gesprochen werden.
Während die beteiligten Helfer den Timmy-Transport als Erfolg und letzte Chance sehen, äußern sich viele Experten skeptisch. Sie warnen davor, dass gut gemeinte Maßnahmen dem ohnehin geschwächten Tier zusätzlichen Stress zufügen könnten.