Direkt zum Inhalt
Wal Timmy Rettung: Lastkahn und Frachtschiffe im Nord-Ostsee-Kanal bei Kiel auf dem Weg zur Bergung
Wal Timmy im Fokus: Ein Lastkahn durchquert den Nord-Ostsee-Kanal, um die Rettung des gestrandeten Buckelwals bei Wismar vorzubereiten.
Wal Timmy im Fokus: Ein Lastkahn durchquert den Nord-Ostsee-Kanal, um die Rettung des gestrandeten Buckelwals bei Wismar vorzubereiten.
APA/dpa

Neuer Plan: So soll Wal "Timmy" jetzt erlöst werden

27.04.2026 um 09:27, Jovana Borojevic & APA, Red
min read
Wal Timmy: Für die Rettung wurde schweres Gerät mobilisiert. Der Einsatz ist kompliziert und verzögert sich immer wieder. Noch ist alles offen.

Vor fast einem Monat ist der Buckelwal Timmy vor der Insel Poel bei Wismar gestrandet. Diese Woche soll Schiffstechnik den Abtransport des lebendigen Tiers ermöglichen. Ein Lastkahn, der den großen Meeressäuger Wal Timmy samt Wasser aufnehmen soll, erreichte auf seinem Weg in die Wismarbucht bis zum späten Sonntagnachmittag aus der Elbe kommend den Nord-Ostsee-Kanal. Vom Schubboot "Hans" geschoben, kam die sogenannte Barge in der Nacht auf Montag in Kiel an.

Dramatische Rettung von Wal Timmy

Weitere technische Vorbereitungen an dem Lastkahn sollen in Wismar erfolgen. Der eigentliche Abtransport von Wal Timmy war zuletzt frühestens für Dienstag geplant. Große Hoffnung bei Ansteigen des Pegels Seit dem Start der Rettungsbemühungen der privaten Initiative Mitte April kam es wiederholt zu Verzögerungen und Planänderungen – unter anderem, weil sich Wal Timmy vor einer Woche nach einem Ansteigen des Pegels selbst in Bewegung gesetzt hatte, später aber wieder festsaß.

Technischer Großeinsatz 

Seitdem hat das Team der privaten Initiative dafür gesorgt, dass Wal Timmy auch bei niedrigeren Wasserständen tiefer im Wasser liegt, und eine Rinne bis zur tieferen Fahrrinne gebaggert, gesaugt und gespült. Durch die mehr als 100 Meter lange Rinne soll Wal Timmy in den absenkbaren Kahn gelotst werden. Das stählerne Becken soll dann von einem Schlepper gezogen in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee starten.

Hoffnung für Wal Timmy steigt

Politiker auf Tuchfühlung Am Sonntag wurde erneut an der Rinne gearbeitet und der Zustand von Wal Timmy kontrolliert. Dabei war auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ins Wasser und auf Tuchfühlung gegangen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte er am Sonntag. "Ich hoffe, dass diese Mission dann irgendwann, möglichst bald, zu Ende ist, und zwar mit Erfolg für Wal Timmy."

Aufwendige Arbeiten 

Der laut Backhaus rund vier bis sechs Jahre alte Walbulle Timmy war Anfang März erstmals in der Ostsee gesehen worden: Am 3. März tauchte er im Hafen von Wismar auf; später saß er weiter westlich vor Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) fest. In den mehr als 50 Tagen seither lag Wal Timmy zu deutlich mehr als der Hälfte der Zeit in Flachwasserzonen. Experten vermuten, dass Wal Timmy sie gezielt immer wieder aufgesucht haben könnte, weil er schwer erkrankt Ruhe suchte.

Politiker im Einsatz für Wal Timmy

Weitere Entwicklungen rund um die Rettungsaktion von Wal Timmy werden mit Spannung erwartet. Die Kombination aus Technik, Einsatz und Hoffnung prägt die Situation vor Ort weiterhin. Ob Wal Timmy gerettet werden kann, bleibt trotz aller Bemühungen ungewiss.

more