Nahost-Krieg: Börse im Krisenmodus
Die Börse reagiert nervös auf die Eskalation im Nahen Osten. Der DAX wird vor dem Xetra-Start rund 1,5 Prozent schwächer erwartet. Auch an den asiatischen Märkten geben die Kurse deutlich nach. Die geopolitischen Spannungen belasten die Börse weltweit und drücken insbesondere den DAX spürbar ins Minus.
Flug- und Reisetitel unter Druck
Die ersten klaren Marktreaktionen zeigen sich in Asien. In Tokio verliert der Nikkei-Index rund 1,5 Prozent, auch der breitere Topix notiert im Minus. Während sich die chinesischen Börsen vergleichsweise stabil zeigen, geraten vor allem Aktien aus der Reise- und Luftfahrtbranche unter Druck.
Flughäfen in der Golfregion gelten als zentrale Drehkreuze für den internationalen Flugverkehr. Entsprechend verlieren Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines jeweils mehr als fünf Prozent.
Flucht in Dollar und Gold
Investoren suchen angesichts der militärischen Auseinandersetzungen verstärkt sichere Anlagen. Gefragt sind der US-Dollar und Gold. Der Goldpreis steigt deutlich, während der Dollar gegenüber anderen Währungen zulegt.
Die Dollar-Aufwertung verteuert Rohstoffe zusätzlich. Gerade in Krisenzeiten gewinnen klassische „sichere Häfen“ an Bedeutung.
Ölpreisrally und Inflationsrisiken
Am Ölmarkt sorgen Sorgen vor Lieferstörungen für kräftige Preissprünge. Ein Barrel Brent steigt zeitweise auf über 82 Dollar, US-Leichtöl WTI klettert auf mehr als 75 Dollar. Anleger befürchten Störungen beim Öltransport in der Förderregion.
Für Verbraucher bedeutet das höhere Energiepreise. Steigende Ölpreise können weltweit die Inflation anheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum bremsen. Besonders importabhängige Volkswirtschaften wie Japan sind von einem anhaltenden Preisschock stark betroffen.
Für die Börse bleibt die Lage angespannt. Sollte sich die Eskalation verschärfen, könnte der DAX weiter unter Druck geraten.