Baby-Alarm: Koala-Bärchen winkt der Welt zu

So süß: Manchmal winkt eine kleine Hand oder ein Füßchen aus dem Beutel von Mama „Bunji“.
Autor: Conny Engl, 28.09.2022 um 10:45 Uhr

Der Koala-Nachwuchs ist etwas ganz Besonderes, in der Geschichte des Tiergartens Schönbrunn kommt so etwas erst zum zweiten Mal vor, erklärt Direktor Stephan Hering-Hagenbeck: „Koalas werden nur relativ selten in Zoos außerhalb Australiens gehalten, zählen jedoch aufgrund von Lebensraumverlust eindeutig zu den gefährdeten Tierarten. Ein weiterer Zuchterfolg wie dieser ist für uns daher eine überaus große Freude.“

Gummibärchen-Power

„Bunji“ heißt die stolze Mama, die ihr Jungtier im Beutel trägt. „Koalas sind rund ein Monat lang trächtig, die Geburt verläuft eher unspektakulär – auch für das Pflegerteam kaum bemerkbar“, berichtet Eveline Dungl, zuständige zoologische Abteilungsleiterin. Das Jungtier bahnt sich selbst den Weg vom Geburtskanal in den Beutel von seiner Mama. Dabei ist es blind, gehörlos und gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen. „Die Paarung hat im März stattgefunden, daher kann die Geburt auf April datiert werden“, so Dungl.

Winke, winke!

Besucher des Tiergartens müssen ganz genau hinsehen, um ein kleines bisschen vom Koala-Baby zu sehen. Denn aktuell fühlt es sich noch sehr wohl bei Mama. Die Entwicklung im Beutel dauert bis zu sechs Monate, mit etwa 22 Wochen öffnet das Jungtier dann erst seine Augen. Das Geschlecht kann erst zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt werden. Ab und zu kann man jedoch einen Blick auf ein kleines Füßchen oder eine Hand erhaschen, die aus dem Beutel winkt, als wolle es sagen: „Hallo Welt, ich komme gleich!“

Foto: ©Daniel Zupanc