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Zahlreiche Polizeiwagen mit Blaulicht sperren ein Ausgehviertel in Austin, USA, nach tödlichen Schüssen ab
Großaufgebot in Texas: Nach den tödlichen Schüssen im Zentrum von Austin hat das FBI die Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags übernommen.
Großaufgebot in Texas: Nach den tödlichen Schüssen im Zentrum von Austin hat das FBI die Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags übernommen.
APA-Images / REUTERS / Nuri Vallbona

Terrorverdacht: Mann tötet mindestens drei Menschen in Partyviertel

01.03.2026 um 21:38, Marcel Toifl
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Blutnacht in Texas: Nach den tödlichen Schüssen in Austin prüft das FBI einen Terroranschlag. Drei Menschen sind bei dem Angriff auf einen Biergarten gestorben.

In der texanischen Hauptstadt Austin hat ein bewaffneter Angreifer in der Nacht auf Sonntag das Feuer auf Besucher eines belebten Ausgehviertels eröffnet. Die Bilanz der Schüsse in Austin ist verheerend: drei Menschen starben, 14 weitere erlitten teils schwere Verletzungen. Aufgrund der Tatumstände prüft das FBI derzeit, ob es sich um einen gezielten Terroranschlag handelt.

Blutige Nacht in Austin: Der Notruf um 2:00 Uhr

Gegen 2:00 Uhr nachts gingen bei der Polizei von Austin die ersten Notrufe ein. Augenzeugen berichteten von einer Serie von Schüssen in der Nähe einer Bar im populären Entertainment-Distrikt. Als die ersten Streifenwagen den Tatort erreichten, bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Schreckens: Zahlreiche Personen lagen verletzt am Boden, während unter den Gästen massive Panik herrschte.

Gezielter Anschlag vor Biergarten und Bar

Die Rekonstruktion des Tathergangs zeichnet ein erschreckendes Bild. Der Täter feuerte zunächst mit einer Pistole aus einem fahrenden Auto auf Passanten. Kurz darauf parkte er den Wagen, stieg aus und setzte den Angriff mit einem Gewehr fort, wobei er gezielt auf die Besucher eines Biergartens zielte. Unter den Opfern befinden sich Gäste sowie Angestellte der lokalen Gastronomie. Drei Menschen verloren noch am Tatort ihr Leben, darunter auch der Angreifer selbst.

Einsatz der Polizei: Täter von Beamten gestoppt

Polizeichefin Lisa Davis lobte das schnelle Eingreifen ihrer Beamten. Nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf stellten Einsatzkräfte den Schützen und eröffneten das Feuer, wobei der Mann getötet wurde. Insgesamt 14 Verletzte wurden in umliegende Kliniken transportiert; drei von ihnen schweben laut medizinischen Berichten noch in Lebensgefahr. Die Polizei von Austin sprach den Hinterbliebenen ihr tiefstes Beileid aus.

Ermittlungen: Besteht ein Terrorverdacht?

Aufgrund der Schwere der Tat hat sich das FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Ermittler Alex Doran bestätigt gegenüber US-Medien, dass Hinweise auf eine mögliche Verbindung des Täters zu extremistischen Gruppierungen geprüft werden. Ein Terroranschlag könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Zwar wurden im Fahrzeug des Schützen keine Sprengsätze gefunden, doch das Motiv für die Schüsse in Austin bleibt Gegenstand intensiver Untersuchungen.

Stimmen aus Texas: Reaktionen vor Ort

Austins Bürgermeister Kirk Watson betonte, dass das beherzte Handeln der Polizei noch schlimmeres verhindert habe. Die emotionale Belastung für die Stadt ist enorm. Eine Beamtin schildert die dramatischen Szenen: „Derzeit müssen Familien ihre Liebsten identifizieren, es gibt Familien, die im Krankenhaus auf Nachrichten nach Operationen warten.“

Hintergrund: Chronische Waffengewalt in den USA

Dieser Vorfall reiht sich in eine düstere Statistik ein. Laut dem Gun Violence Archive verzeichneten die Vereinigten Staaten seit Beginn des Jahres 2026 bereits 56 Schusswaffenangriffe mit mindestens 4 Opfern. Trotz der wiederkehrenden Tragödien in Schulen, Supermärkten und Klubs bleibt eine tiefgreifende Verschärfung der Waffengesetze auf Bundesebene weiterhin politisch blockiert.

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