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Börsengrafik mit rotem Pfeil nach unten, die den deutlichen Rückgang des ATX und fallende Aktienkurse infolge des Iran-Konflikts symbolisiert.
Wiener Börse: Der ATX hat im Zuge des Iran-Kriegs über vier Prozent verloren.
Wiener Börse: Der ATX hat im Zuge des Iran-Kriegs über vier Prozent verloren.
traviswolfe / iStock

ATX fällt wegen Iran-Krieg: Wiener Börse auf Talfahrt

03.03.2026 um 16:49, Stefanie Hermann
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Die Wiener Börse hat am Dienstag über vier Prozent verloren. Der ATX ist deutlich gefallen. Auslöser sind der Iran-Krieg und steigende Ölpreise.

Die Wiener Börse ist am Dienstag wegen der anhaltenden Kampfhandlungen im Iran und im Nahen Osten unter deutlichen Verkaufsdruck geraten. Der ATX hat zeitweise mehr als vier Prozent verloren und notierte im Mittagsgeschäft deutlich tiefer. Haupttreiber sind die anhaltenden Sorgen um eine Energiekrise nach Störungen in der Straße von Hormuz sowie steigende Ölpreise.

Börse verliert wegen Iran-Krieg: ATX fällt deutlich

Der ATX hat am Dienstag um 4,10 Prozent nachgegeben und ist auf 5.402,87 Punkte gefallen. Der breiter gefasste ATX Prime hat gleichzeitig 4,08 Prozent verloren und lag bei 2.686,46 Punkten. Bereits im Frühhandel waren zeitweise noch stärkere Verluste zu sehen.

Marktüberblick: ATX im Minus

Die Schwäche des heimischen Leitindex folgt den weltweiten Tendenzen. Auch an den asiatischen Märkten zeigten sich deutliche Rückgänge, während Anleger in Europa und den USA vorsichtig agieren. Internationale Indizes wie der DAX und der EuroStoxx50 lagen ebenfalls klar im Minus.

Konflikt im Iran lässt Kurse fallen

Auslöser der Marktschwäche sind die weiter anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten. Anleger befürchten eine Zuspitzung der Lage am Persischen Golf und damit Risiken für Öl- und Gaslieferungen. Die Straße von Hormuz gilt als zentraler Engpass. Die Ölpreise sind bereits deutlich gestiegen, was sowohl Inflations- als auch Konjunkturrisiken erhöht.

Sektorale Folgen: Industrie, Banken, Versicherer

Vor allem Industrie- und Exporttitel sowie Finanzwerte haben stark nachgegeben. In Österreich zählen FACC, voestalpine, AMAG und AT&S zu den größten Verlierern. Auch Banktitel wie Raiffeisen Bank International (RBI), BAWAG und Erste Group sowie Versicherer wie UNIQA und Vienna Insurance Group haben spürbar verloren.

ATX: Energie- und Rohstoffseite

Zeitgleich sind die Ölpreise kräftig angestiegen; Brent lag deutlich höher, was die Marktangst vor einem Angebotsengpass verstärkt hat. Die Energiewerte zeigten sich uneinheitlich: Einige Versorger haben nach den deutlichen Vortagesgewinnen wieder nachgegeben. Ob der Rückgang des ATX anhält, hängt wesentlich von der weiteren Entwicklung im Nahostkonflikt ab.

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