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Außenansicht einer Aldi-Süd-Filiale
Radikaler Sparkurs: Bei Aldi Süd fallen in den kommenden Jahren über 1.250 Stellen weg – vor allem in der IT.
Radikaler Sparkurs: Bei Aldi Süd fallen in den kommenden Jahren über 1.250 Stellen weg – vor allem in der IT.
Bjoern Wylezich / Shutterstock.com

Über 1.200 Jobs weg: Hofer-Mutter setzt Rotstift an

29.04.2026 um 13:12, Marcel Toifl
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Discounter Aldi Süd hat einen massiven Stellenabbau von 1.250 Jobs in seiner internationalen IT-Sparte angekündigt. Auch in Österreich fallen Stellen weg.

Der Discounter-Riese Aldi Süd (in Österreich als Hofer bekannt) hat einen drastischen Stellenabbau angekündigt. Bis Ende 2027 sollen am Stammsitz in Mülheim an der Ruhr sowie in internationalen Abteilungen rund 1.250 Arbeitsplätze wegfallen. Besonders betroffen ist die Digitalsparte Aldi DX. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Margen und eine allgemeine Konsumzurückhaltung.

Fokus Digitalisierung: Warum Aldi DX schrumpft

Im Zentrum des Stellenabbaus steht die internationale IT- und Digitalsparte Aldi International Services (Aldi DX). Hier sollen mehr als 1.000 der insgesamt 1.250 Stellen gestrichen werden. Branchenexperten wie Carsten Kortum von der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) sehen darin eine Folge abgeschlossener Großprojekte. Er erklärt der deutschen Tagesschau: „Eine Softwareumstellung im Konzern ist größtenteils abgeschlossen und benötigt nun weniger Personal.“ Zudem sollen Tätigkeiten verstärkt an externe Dienstleister vergeben werden.

Keine Kündigungen? Das geplante Freiwilligenprogramm

Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, setzt Aldi Süd erstmals auf ein großflächiges Freiwilligenprogramm inklusive Abfindungen. „Ziel ist es, perspektivisch rund 1.250 Stellen bis Ende 2027 abzubauen“, wird das Unternehmen von der Lebensmittel Zeitung zitiert. Gegenüber der deutschen Presseagentur hüllt man sich in Schweigen.

Auswirkungen auf Österreich: Hofer schließt Lager

Auch die österreichische Tochter Hofer bleibt vom Sparkurs nicht verschont. Wie bereits bekannt wurde, schließt Hofer bis Ende 2026 sein Auslieferungslager in Weißenbach (Kärnten), wovon rund 200 Mitarbeiter betroffen sind. Zusätzlich sollen Verwaltungsstellen in der Zentrale in Sattledt „evaluiert“ und umstrukturiert werden.

Strategiewechsel: Weniger Produkte in den Regalen

Neben dem Personal wird auch das Sortiment gestrafft. Um die Kostenführerschaft gegenüber Konkurrenten wie Lidl zu verteidigen, streicht Aldi Süd rund 50 Artikel aus den Bereichen Wurst, Käse und Molkereiprodukte.

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