Stau-Gefahr: Großbaustelle bremst A1 monatelang aus
Auf der Westautobahn (A1) im Mostviertel müssen sich Autofahrer und Pendler seit Montag auf massive Einschränkungen einstellen. Die Baustelle des Streckenabschnitts zwischen Haag und St. Valentin geht in ihre Hauptbauphase. Bis Anfang Dezember steht dem Verkehr in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur zwei statt der gewohnten drei Fahrstreifen zur Verfügung, was insbesondere in den Stoßzeiten zu erheblichen Verzögerungen führen kann.
Nur zwei Fahrstreifen: Staugefahr auf der A1
Im Bezirk Amstetten wird der Verkehr seit dem 7. September in beiden Richtungen von drei auf jeweils zwei verengte Fahrstreifen zusammengeführt. Die ASFINAG und die Einsatzorganisationen beobachten die Situation intensiv, da durch die Fahrbahnverengung und Überlastungen eine erhöhte Stau- und Unfallgefahr besteht.
Verkehrsteilnehmern wird geraten, insbesondere während des morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehrs sowie am Wochenende mehr Reisezeit einzuplanen oder nach Möglichkeit auf weiträumige Ausweichrouten auszuweichen.
Gesperrte Anschlussstellen: Haag und St. Valentin betroffen
Zusätzlich zur Spurreduzierung kommt es in den nächsten Wochen zu vollen Sperrungen wichtiger Anschlussstellen in Fahrtrichtung Salzburg:
- Anschlussstelle Haag: Von Montag, 7. September, bis voraussichtlich 8. November 2026 in Fahrtrichtung Salzburg komplett gesperrt. Die Umleitung führt großräumig über die Anschlussstellen Oed und St. Valentin.
- Ausfahrtsrampe St. Valentin: Im Anschluss wird von 8. November bis voraussichtlich 4. Dezember 2026 die Ausfahrt St. Valentin in Fahrtrichtung Salzburg gesperrt. In diesem Zeitraum verläuft die Umleitung über die Anschlussstelle Haag.
42-Millionen-Euro-Projekt: 11 Kilometer Fahrbahn und 14 Brücken
Die Generalsanierung des A1-Abschnitts ist ein Großprojekt der ASFINAG, das bereits seit dem Jahr 2025 läuft. Insgesamt werden auf einer Länge von rund elf Kilometern die Fahrbahnen grundlegend erneuert sowie 14 Brückenbauwerke umfassend instand gesetzt.
Die Gesamtkosten für die Modernisierung dieses stark frequentierten Transitabschnitts belaufen sich auf rund 42 Millionen Euro. Ziel der Arbeiten ist es, die Infrastruktur für die zukünftige Verkehrsbelastung nachhaltig abzusichern.