Veganer Trend: Marke setzt auf mehr Natürlichkeit
Pflanzenbasierte Lebensmittel gewinnen in Österreich weiter an Bedeutung. Laut aktuellen NielsenIQ-Zahlen stieg der Absatz pflanzlicher Fleischprodukte 2025 gegenüber 2024 um mehr als elf Prozent, Milchalternativen legen um über sieben Prozent zu. Auch die Zielgruppe wächst: 77 Prozent der Käufer konsumieren sowohl Fleisch als auch pflanzliche Produkte, 14 Prozent ernähren sich vegetarisch oder rein pflanzlich. Darauf reagiert natürlich auch der Handel.
"Frei von"-Standard
Geschmack, Preis und Inhaltsstoffe sind laut der Supermarktkette Billa im Jahr 2026 die wichtigsten Kaufkriterien. Zum Veganuary (fleischfreier Jänner) will deshalb der Konzern seine Position im Plant-based-Segment mit seinem neuen "Vegavita Frei von“-Versprechen weiter stärken. Die rund 90 Produkte der rein pflanzlichen Eigenmarke kommen ab sofort ohne zugesetzte Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Palmöl und gehärtete Fette aus, wie es seitens des Unternehmens im Rahmen eines Medientermins hieß.
Trend: Bohnen, Soja und Tempeh
Bei pflanzlichen Proteinen stehen Marktuntersuchungen zufolge Bohnen hoch im Kurs, allen voran Soja. Vegavita setzt zunehmend auf Soja aus Österreich und erweitert das Sortiment um Tempeh aus fermentierten ganzen Bohnen. Dieses gewinne als vielseitiges Protein weiter an Beliebtheit, sagen die Experten.
Start von "MushRoots"
Neu im Sortiment von Billa Plus und Billa Pflanzilla sind pilzbasierte Produkte der Marke MushRoots. Patties, Bällchen und Faschiertes basieren auf einem hohen Schwammerlanteil, die laut den Produktentwicklern und Experten vielseitig einsetzbar und in kurzer Zeit zubereitet sind.
Steuer-Zuckerl
Billa machte im Zuge der lebhaft geführten Mehrwertsteuer-Debatte erneut auf die steuerliche Ungleichbehandlung aufmerksam: Während tierische Milch mit zehn Prozent besteuert wird, fallen für pflanzliche Alternativen 20 Prozent an. Billa hat daher jetzt schon ein Steuer-Zuckerl für seine Kunden parat: Im Veganuary übernimmt der Lebensmittelhändler die zusätzliche Mehrwertsteuer auf pflanzliche Drinks.