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Akustiker steckt Hörgerät in das Ohr eines Mannes mit grauen Haaren
Die Nachfrage nach individuell angepassten Hörgeräten steigt weiter.
Die Nachfrage nach individuell angepassten Hörgeräten steigt weiter.
Neuroth

Umsatzplus: Neuroth expandiert weiter

27.02.2026 um 11:39, Weekend Redaktion
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Das Hörakustik-Unternehmen legt um 19 Prozent zu, stärkt Südosteuropa und investiert weiter in künstliche Intelligenz, Qualitätsstandards und Gehörschutz.

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Die Neuroth-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2024/2025 zurück: Mit 212 Millionen Euro Umsatz erzielte das Hörakustik-Unternehmen ein Plus von über 19 Prozent (Vorperiode: 177 Mio. Euro). Wachstumstreiber waren dem Konzern zufolge Neueröffnungen in Südosteuropa, die Erstkonsolidierung der Schweizer Tochter "Misenso" sowie positive Währungseffekte.

Rund 1.550 Mitarbeiter sind an mehr als 300 Standorten in acht Ländern beschäftigt. Österreich bleibt mit 142 Standorten und 58 Prozent Umsatzanteil der wichtigste Markt.

Südosteuropa bleibt Wachstumsmarkt

In Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina betreibt Neuroth inzwischen 58 Standorte, das sind neun mehr als im Vorjahr. Mit knapp 20 Prozent Umsatzplus verzeichnete die Region das stärkste Wachstum.

Ein neuer Produktionsstandort in Belgrad steht kurz vor der Finalisierung und wird künftig die Märkte Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt beliefern, wie es im Rahmen der Präsentation des Ergebnisses hieß.

Von Belgrad aus werden künftig die wichtigsten Nicht-EU-Märkte Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt beliefert, wovon unsere Kunden in der Region stark profitieren werden.

Lukas Schinko, CEO der Neuroth-Gruppe

Smart und digital

Gruppenweit wurden rund sechs Prozent mehr Menschen mit Hörgeräten versorgt. Besonders gefragt seien Modelle mit künstlicher Intelligenz, die sich automatisch an Hörsituationen anpassen, so Lukas Schinko, CEO der Neuroth-Gruppe. 

Vor allem der Akku-Markt beflügelte im letzten Jahr das Geschäft. Rund jedes zweite verkaufte Neuroth-Hörgerät in Österreich ist mittlerweile ein Akku-Hörgerät. Im Vorjahr erfolgte zudem der Launch des bisher kleinsten Im-Ohr-Hörgeräts mit integriertem Akku unter der Eigenmarke "Viennatone".

Mann im weißen Hemd und grauem Sakko im Gespräch
Neuroth-CEO Lukas Schinko

KI: nicht nur fürs Ohr

Parallel dazu setzt Neuroth seine digitale Transformation innerhalb des Unternehmens weiter fort, unter anderem in der Fertigung: So wird beim Modellieren individueller Hörlösungen mittlerweile auf Unterstützung von künstlicher Intelligenz gesetzt, wodurch die Durchlaufzeiten weiter erhöht werden. Rund 208.000 Otoplastiken – sogenannte Ohrpassstücke – wurden im Vorjahr produziert.

Neue Qualitätsstandards

Ab diesem Jahr investiert das Unternehmen in neue audiologische Qualitätsstandards. Die sogenannten "Hörcenter" will man mit modernen Audiometern, Video-Otoskopie und Simulationstools ausstatten, wie weiters zu hören war. Ziel sei es, Hörerfolge noch besser mess- und erlebbar zu machen.

Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen zudem im Gehörschutz. Mit der Marke "earwear" erzielte die Gruppe im B2C-Bereich ein Plus von acht Prozent. Künftig sollen auch internationale Industriekunden stärker angesprochen werden.

Mit der Initiative "HörVerstehen", einer österreichweiten Live-Konzerttour, setzt Neuroth zudem ein Zeichen für mehr Bewusstsein rund um den Hörsinn.

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