11 Leuchtturm-Projekte für die urbane Wirtschaft
Inhalt
- Was die Leuchtturm-Projekte bringen
- Künstliche Intelligenz als Standortchance
- Neue IT-HTL für Wien
- Robotik Labor für Talente
- Grätzl und Leerstand im Fokus
- Wien denkt als Metropolregion
- Weitere Projekte für den Standort
Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien ziehen an einem Strang: Bürgermeister Michael Ludwig und WK Wien-Präsident Walter Ruck haben am 16. Juni eine neue Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. Darin fixiert sind elf Leuchtturm-Projekte, die den Wirtschaftsstandort Wien in den kommenden Jahren stärken sollen.
Mit unserer Zukunftsvereinbarung setzen wir konkrete Projekte um, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken.
Im Mittelpunkt stehen Technologie, Ausbildung, Fachkräfte, Stadtentwicklung und lebendige Grätzl. Die Botschaft: Wien will Zukunft nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten.
Der Wirtschaftsstandort Wien entwickelt sich besser als Gesamtösterreich. Das liegt einerseits daran, dass es uns gelungen ist, seine Heterogenität zu stärken. Die Vielfalt der Unternehmensgrößen und in der Branchenverteilung lässt uns schwierige Zeiten besser verkraften und Chancen nutzen.
Was die Leuchtturm-Projekte bringen
Die Zukunftsvereinbarung bündelt konkrete Maßnahmen für Wiens wirtschaftliche Weiterentwicklung. Dazu zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, eine neue IT-HTL, ein Wiener Robotik Labor, bessere Unterstützung für Gründerinnen und Gründer, Green Economy, emissionsarmer Transport und ein stärkeres Leerstandsmanagement.
Für Bürgermeister Ludwig geht es darum, Innovation, Zusammenhalt und Wirtschaftskraft zu verbinden, wie bei der Präsentation zu hören war. Walter Ruck betont vor allem den Wiener Weg der Zusammenarbeit und setzt auf gut ausgebildeter Fachkräfte.
Künstliche Intelligenz als Standortchance
KI soll zu einem zentralen Stärkefeld der Wiener Wirtschaft werden. Stadt Wien und WK Wien wollen dafür bestehende Initiativen besser vernetzen und gezielt ausbauen.
Geplant ist ein gemeinsamer KI Economy Report. Er soll zeigen, welche Angebote es gibt, wo neue Entwicklungen entstehen und welche Wertschöpfung KI für Wien bringen kann. Daraus sollen weitere Maßnahmen entstehen, die Wien als innovativen und wettbewerbsfähigen KI-Standort positionieren.
Neue IT-HTL für Wien
Ein Schlüsselprojekt ist die Vienna Digital School. Die neue IT-HTL inklusive IT-Fachschule soll im Vollausbau mehr als 600 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Jährlich sollen rund 100 Absolventinnen und Absolventen für den Arbeitsmarkt dazukommen.
Die Schwerpunkte liegen auf Informationstechnologie, Data Science, IT-Security, Künstlicher Intelligenz, Robotik, Energiesteuerung, Green IT und erneuerbaren Energiesystemen. Der Unterricht soll praxisnah, projektorientiert und bilingual angelegt sein.
Robotik Labor für Talente
Auch das geplante Wiener Robotik Labor setzt bei Ausbildung und Praxis an. Auf rund 1.000 Quadratmetern sollen Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrende und angehende Fachkräfte mit moderner Robotik arbeiten können.
Vorgesehen sind Industrie- und Cobot-Systeme, Elektronik- und Mechatronikbereiche, Werkstätten, Schulungsräume sowie digitale Lernmodule. Damit sollen junge Menschen früh Zugang zu Technologien bekommen, die in Industrie, Produktion und Dienstleistung immer wichtiger werden.
Grätzl und Leerstand im Fokus
Die Zukunftsvereinbarung schaut nicht nur auf Hightech, sondern auch auf die Stadtteile. Lebendige Erdgeschosszonen sind wichtig für Nahversorgung, Frequenz und Sichtbarkeit von Betrieben.
Eine neue beziewhungsweise weiterentwickelte Leerstandsdatenbank soll helfen, freie Geschäftsflächen und Nutzungslücken früher zu erkennen. Stadt und WK Wien wollen die Wirtschaftsagentur Wien dabei unterstützen. Ziel sind attraktivere Grätzl und bessere Chancen für Unternehmen vor Ort.
Wien denkt als Metropolregion
Wien will sich außerdem stärker als Metropolregion im CEE- und SEE-Raum positionieren. Die Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerstädten in Nachbarländern soll ausgebaut werden.
Damit solle mehr internationale Sichtbarkeit, neue wirtschaftliche Impulse und stärkere gemeinsame Positionen bei urbanen Zukunftsfragen auf europäischer Ebene geschaffen werden.
Weitere Projekte für den Standort
Neben KI, IT-HTL, Robotik und Grätzlentwicklung umfasst die Vereinbarung weitere Schwerpunkte: die Stärkung der Lehre, den Ausbau der Gründungsberatung, die Weiterentwicklung der Vienna Green Economy, eine Beschattungsinitiative im Altbau, Zero Emission Transport und Wien als Stadt des unternehmerischen Denkens.