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katalanische Minister für Europäische Union und Auswärtiges in Anzug und mit Brille beim Gespräch im Kaffeehaus
Jaume Duch Guillot, der katalanische Minister für Europäische Union und Auswärtiges zu Besuch in Wien
Jaume Duch Guillot, der katalanische Minister für Europäische Union und Auswärtiges zu Besuch in Wien
Mika-Nikolas Mahringer

Kataloniens EU-Minister wirbt für Regionen

22.05.2026 um 11:36, Weekend Redaktion
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Kataloniens EU-Minister Jaume Duch betont beim Europa-Forum Wachau die zentrale Rolle starker Regionen für Demokratie und Wirtschaft.

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Beim Europa-Forum Wachau hat Kataloniens EU-Minister Jaume Duch Guillot für eine stärkere Rolle europäischer Regionen plädiert. Im Zentrum seines Österreich-Besuchs standen Gespräche über Demokratie, Wettbewerbsfähigkeit und die Energiewende.

Vor Ort sprach sich Jaume Duch klar für mehr Verantwortung und Einfluss der Regionen in Europa aus. Gemeinsam mit internationalen Vertreterinnen und Vertretern unterzeichnete er die "Göttweig-Deklaration", die Regionen als wichtige Treiber für Demokratie, Energiewende und industrielle Transformation hervorhebt.

Europa-Forum Wachau: Regionen im Fokus

Im Panel "Power Regions" betonte Jaume Duch, dass Europas Stärke nicht durch Zentralisierung entstehe, sondern durch starke Regionen mit Innovationskraft und demokratischer Verantwortung. Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Zusammenhalt müssten dabei gemeinsam gedacht werden.

Zu den Gesprächspartner:innen des katalanischen Ministers zählten unter anderem Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sowie Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner. 

Treffen mit Michael Ludwig

In Wien tauschte sich Duch mit Bürgermeister Michael Ludwig über sozialen Wohnbau, Integration und die internationale Rolle europäischer Städte aus. Besonders das Wiener Modell des sozialen Wohnbaus lobte der Minister ausdrücklich als Vorbild für Europa.

Auch wirtschaftliche Fragen spielten bei den Gesprächen eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftskammer Österreich wurden Themen wie industrielle Dekarbonisierung, KMU-Wettbewerbsfähigkeit und das geplante europäische Industrie-Beschleunigungsgesetz diskutiert.

Ukraine, Energie und Wettbewerbsfähigkeit

Ein weiterer Schwerpunkt des Österreichbesuchs war die europäische Unterstützung der Ukraine. Dazu führte der Minister Gespräche mit dem Gouverneur der ukrainischen Region Lwiw sowie mit dem ukrainischen Botschafter in Österreich.

Darüber hinaus sprach der katalanische Minister über die Bedeutung von Wasserstoff, intelligenten Energienetzen und Investitionen in Ausbildung und Talente für Europas Zukunft. Diese Themen seien entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und sozialen Zusammenhalt innerhalb der EU.

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