Grusel-Fund bei Gasablesung: Handgranate im Zählerkasten
Ein Routine-Termin führte am Montagnachmittag in Rudolfsheim-Fünfhaus zu einem gefährlichen Zwischenfall. Am Henriettenplatz wurde in einem Haus eine scharfe Handgranate sichergestellt. Der brisante Gegenstand war versteckt in einem Zählerkasten deponiert worden und löste einen sofortigen Polizeieinsatz aus.
Zufallsfund im Zählerkasten: Gasableser schlägt Alarm
Gegen 17:30 Uhr wollte ein Mitarbeiter die Gaszähler in einem Mehrparteienhaus am Henriettenplatz ablesen. Beim Öffnen eines Kastens im Gangbereich des Hauses traute er seinen Augen nicht: Er entdeckte eine mit Klebeband umwickelte Handgranate. Geistesgegenwärtig verständigte er sofort die Einsatzkräfte, woraufhin das Haus umgehend gesichert wurde.
Polizeieinsatz: Sprengstoffexperten und Entminungsdienst vor Ort
Ein sprengstoffkundiges Organ (SKO) der Wiener Polizei rückte an und bestätigte den gefährlichen Verdacht: Es handelte sich um eine echte Granate. Aufgrund der potenziellen Explosionsgefahr wurde der Entminungsdienst des Bundesheeres angefordert, der die Handgranate sicher aus dem Zählerkasten entfernte und abtransportierte. Dank der abgelegenen Lage des Fundorts innerhalb des Gebäudes bestand laut Polizei keine unmittelbare Gefahr für die Bewohner.
Staatsschutz informiert: Ermittlungen zum Hintergrund laufen
Wie die Kriegswaffe in das Wohnhaus am Henriettenplatz gelangte, ist derzeit noch völlig unklar. Aufgrund der Schwere des Fundes wurde das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Ermittler prüfen nun, wer Zugang zum Zählerkasten hatte und ob ein krimineller oder extremistischer Hintergrund vorliegt.
Sicherheitstipps: Was tun bei Kriegsmaterial-Fund?
Die Wiener Polizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um vor dem Hantieren mit unbekannten Objekten zu warnen. Sollten sprengstoffverdächtige Gegenstände oder Kriegsmaterial aufgefunden werden, gibt die Polizei folgende Tipps:
- Distanz wahren: Merken Sie sich den Fundort, aber entfernen Sie sich umgehend.
- Nicht berühren: Der Gegenstand darf unter keinen Umständen bewegt oder manipuliert werden.
- Notruf wählen: Verständigen Sie sofort die Polizei unter der Nummer 133.