Gas: Wien Energie erhöht Preise

Wiener müssen sich künftig warm anziehen: Wer mit Gas heizt (und kocht), muss in der Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland) ab dem kommenden Februar mit deutlich höheren Preisen rechnen, wie der EnergieAllianz Austria mitteilt.

Teuerung: zwischen 10 und 20 Euro

Ein durchschnittlicher Haushalt aus zwei Personen auf eher kleiner Wohnfläche mit einem Verbrauch von rund 8.000 Kilowattstunden muss Mehrkosten von circa 11 Euro im Monat einkalkulieren. Für eine 100 Quadratmeter-Wohnung und drei Personen steigt der Preis um mehr als 20 Euro.

Wer mehr zahlt – und wer nicht

Das Preisplus betrifft die Standardtarife der Wien Energie, die um 6 Eurocent je Kilowattstunde angehoben werden. Wer in seinem Vertrag eine Preisgarantie vereinbart hat, einen variablen Preis bezahlt oder den Tarif „Optima entspannt“ gewählt hat, ist von der Teuerung nicht betroffen. Argumentiert wird die Preisanpassung mit der Entwicklung an den Großhandelsmärkten, die bei der Indexveränderung von mehr als vier Punkten automatisch zu tragen kämen, informiert die EnergieAllianz Austria.

Energie-Ombudsmann

Wer ob der steigenden Rechnungen in finanzielle Schieflage gerät, kann sich laut Energie AG an die eigens eingerichtete Mediationsstelle wenden, die in Zusammenarbeit mit sozialen Vereinen betroffene Kunden unterstützt.

Energiepreise als Inflationstreiber

Auch die Österreichische Nationalbank rechnet mit einer steigenden Energiepreisen, die als ein Faktor in die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate einzahlen werden. Diese dürfte laut Prognose von 2,8 Prozent im Jahr 2021 auf 3,2 Prozent im Jahr 2022 steigen.

 

 

Autor: Rudolf Grüner, 13.01.2022