Schwer verletzt: Drogenlenker schleift Polizist über Fahrbahn
Eine nächtliche Verkehrskontrolle in Wien eskalierte am Montagmorgen völlig. Nach einer rasanten Verfolgungsjagd auf der S2 kam es im Bezirk Donaustadt zu einer gefährlichen Szene, bei der ein Beamter schwer verletzt wurde. Die Polizei konnte den Lenker schließlich stoppen – es folgte eine vorläufige Festnahme und die Sicherstellung von Drogen.
Verfolgungsjagd auf der S2
Kurz nach Mitternacht fiel Beamten der Landesverkehrsabteilung Wien auf der S2 ein PKW durch stark überhöhte Geschwindigkeit auf. Trotz Blaulicht und Folgetonhorn ignorierte der Lenker sämtliche Anhalteversuche. Die Flucht führte bis in den Zwerchäckerweg in Wien-Donaustadt, wo es der Polizei schließlich gelang, das Fahrzeug zu überholen und den Weg zu versperren. Doch die Situation entspannte sich nicht – im Gegenteil.
Beamter in Fahrertüre eingeklemmt
Als ein Polizist ausstieg, um den Lenker zu kontrollieren, gab der 20-jährige Österreicher plötzlich erneut Gas. Der Beamte wurde dabei in der Fahrertüre eingeklemmt und mehrere Meter über den Asphalt mitgeschliffen. Erst durch das beherzte Eingreifen eines zweiten Streifenwagens, der sich erneut vor den flüchtenden Wagen setzte, konnte die Fahrt endgültig gestoppt werden. Unmittelbar danach erfolgte die Festnahme des jungen Mannes.
Festnahme: Ohne Führerschein und unter Drogen
Bei der anschließenden Kontrolle stellte die Polizei fest, dass der 20-Jährige keine gültige Lenkberechtigung besitzt und das Auto seines Vaters unbefugt in Betrieb genommen hatte. Zudem fanden die Beamten im Fahrzeuginneren vermutlich Marihuana. Ein herbeigerufener Amtsarzt bestätigte eine Beeinträchtigung durch Suchtmittel. Der Beschuldigte wird nun wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt, absichtlich schwerer Körperverletzung und Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz angezeigt.
Verletzter Polizist im Krankenhaus
Der bei dem Einsatz in Donaustadt verletzte Polizist musste von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch erstversorgt und in ein Spital eingeliefert werden. Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte er seinen Dienst nicht fortsetzen.