Auf Schiene: Smarte Elektromobilität

Wohin geht die Reise in Stadt und Umland? Gemäß der Smart City-Strategie will Wien wirtschaftsgerecht wie umweltstrategisch in Richtung Zukunft fahren: Stadtrat Peter Hanke stellte im Rahmen des „vie-mobility Symposiums" die Weichenstellungen der Stadt vor. Große Anstrengungen unternimmt die Hauptstadt beispielsweise, um die generellen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu senken. Man sei schon gut unterwegs, so Hanke. „Jetzt geht es darum, diese Ziele in den nächsten zehn Jahren vollständig zu erreichen."

 

Krise & Klima: Investitionen sind gefragt

Aufgrund der aktuellen Situation, müssten nun aber vordergründig Wirtschaftshilfen geleistet und Arbeitsplätze geschützt werden. Ein Investitionspaket in der Höhe von 600 Millionen Euro soll hier krisenbedingte Probleme abfedern – gleichzeitig aber auch helfen, die Infrastruktur nachhaltig umzubauen.

 

ÖBB forcieren alternative Antriebsformen

Neben Individual-Verkehrslösungen mit Köpfchen ist der Ausbau neuer Verkehrsknotenpunkte – zusammen mit den Österreichischen Bundesbahnen – ein wichtiger Baustein. ÖBB-Personenverkehr-Vorständin Michaela Huber setzt zusätzlich auf die technologische Mobilitätswende. "Gerade jetzt müssen wir als größter E-Mobility-Provider alternative Antriebsformen wie die Elektrifizierung von Dieselstrecken umsetzen oder wasserstoffangetriebene Züge testen, wo wir gut unterwegs sind. Der Klimaschutz bleibt hier oberstes Ziel."

 

Michaela Huber, ÖBB-Personenverkehr AG

Gerade jetzt müssen wir als größter E-Mobility-Provider alternative Antriebsformen wie die Elektrifizierung von Dieselstrecken umsetzen oder wasserstoffangetriebene Züge testen.

Wasserstoffzug rollt an

Diesen Herbst läuft seitens der ÖBB der Testbetrieb mit einem Wasserstoffzug auf einer Strecke von Wien ins südliche Niederösterreich. Zehn Wochen lang wollen die ÖBB der „Coradia iLint“ des Herstellers Alstom auf seine Fahr- und Verkehrstüchtigkeit prüfen. Dieseltriebzüge sollen nicht nur hier später ausgemustert werden.

Autor: Rudolf Grüner , 15.10.2020