Trotz Marktgegenwind: Agrana bestätigt Prognose
Der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern Agrana erzielte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/2026 (1. März bis 30. November 2025) einen Umsatz von 2,49 Mrd. Euro. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2,71 Mrd. Euro).
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 48,4 Mio. Euro nur leicht unter dem Vorjahreswert von 51,5 Mio. Euro. Ausschlaggebend dafür waren gegenläufige Entwicklungen in den Geschäftssegmenten, wie das Unternehmen meldet.
Starkes Segment treibt Ergebnis
Besonders positiv entwickelte sich das Segment Food & Beverage Solutions (FBS). Der Umsatz stieg auf 1,25 Mrd. Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau. Das EBIT legte deutlich auf 89,8 Mio. Euro zu (Vorjahr: 72,9 Mio. Euro). Sowohl das Rezepturengeschäft als auch der Getränkebereich trugen zur Ergebnisverbesserung bei. FBS bleibt damit die tragende Säule für die Konzernprofitabilität.
Unter Margendruck
Im Segment "ACS – Stärke" sank der Umsatz leicht auf 756,2 Mio. Euro. Niedrigere Absatzmengen und Verkaufspreise bei Verzuckerungsprodukten sowie schwächere Ethanol-Notierungen belasteten das Geschäft. Das EBIT ging hier auf 18,9 Mio. Euro zurück. Als Gründe werden vor allem gesunkene Margen und gestiegene Rohstoffkosten angeführt.
Zuckergeschäft: defizitär
Das Segment "ACS – Zucker" blieb die größte Herausforderung. Der Umsatz fiel auf 458,5 Mio. Euro, getrieben durch deutlich niedrigere Zuckerpreise und rückläufige Verkäufe im Einzelhandel. Das EBIT verschlechterte sich um 18 Prozent auf minus 45,1 Mio. Euro. Positiv: Der operative Verlust konnte im Jahresverlauf reduziert werden. Zusätzlich belasteten Restrukturierungskosten von 20,4 Mio. Euro, vor allem durch die Schließung der Zuckerstandorte Leopoldsdorf und Hrušovany.
Ausblick: höheres EBIT erwartet
Agrana bestätigt die Jahresprognose und rechnet für die Periode 2025/2026 mit einem deutlichen Anstieg des Konzern-EBIT auf 45 bis 60 Mio. Euro. Der Umsatz soll moderat zurückgehen. Das Investitionsvolumen wird mit rund 100 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, ein Zeichen für erhöhte Kostendisziplin.