Österreich bekommt eine "Kino-Flatrate"

Ein neuer Billig-Abo-Dienst soll Filmfreunde landesweit wieder in die Programm-Kinos locken. Mit dabei sind 18 Betriebe in sechs Bundesländern.
Autor: Rudolf Grüner, & Simone Reitmeier 25.01.2023 um 16:13 Uhr

Corona-Pandemie, Streaming-Dienste und Serienkonkurrenz – die heimischen Kinos kämpfen nach wie vor mit rückläufigen Besucherzahlen und fehlender Auslastung. Mit einem brandneuen Flatrate-Angebot möchten die Betreiber nun Netflix-Fans und Couch-Potatoes in die großen Säle zurückholen. Der Startschuss für das „non-stop Kinoabo“ fällt am 9. März 2023.

18 Kinos mit an Bord

Für 24,– bzw. 22,– (unter 26 Jahre) Euro pro Monat kann man künftig so oft man will ins Kino gehen. Große Kettenbetriebe wie Cineplexx und Dieselkino sind im Abo zwar nicht inbegriffen, dafür sind österreichweit 18 ausgewählte Programmkinos mit an Bord. Eine Ausweitung ist bereits in Planung. Der Vorverkauf für das „non-stop Kinoabo“ startet am 15. Februar. Der gesamte Verkauf wird ausschließlich online unter nonstopkino.at abgewickelt.

In diesen Betrieben gilt das Kino-Abo

  • Wien: Admiral Kino, Burg Kino, DeFrance, Filmcasino, Filmhaus am Spittelberg,  Gartenbaukino, Stadtkino im Künstlerhaus, Top Kino, Schikaneder, Votiv Kino,
  • NÖ: Kino im Kesselhaus Krems
  • OÖ: Moviemento, City Kino, Kino Freistadt
  • Stmk: KIZ RoyalKino
  • Sbg: Das Kino
  • Tirol: Leokino, Cinematograph

"Das nonstop Abo vereint die ganze Vielfalt des internationalen Arthauskinos und des österreichischen Filmschaffens", hebt Michael Stejskal, Geschäftsführer des Votiv Kinos und Vorstandsmitglied des nonstop-Vereins, hervor.

Besucher-Rückholaktion

„Nonstop – Dein Kinoabo" wird über einen Verein abgewickelt, den Wiktoria Pelzer, die Geschäftsführerin der Wiener Stadtkinos, und nonstop-Geschäftsführer Martin Kitzberger initiiert haben. Anleihen nimmt das Projekt an der holländischen Initiative „Cineville“. Dort konnten in den letzten 13 Jahren gut 60.000 AbonnentInnen geworben werden. „Die Idee einer solchen Kooperation zwischen den Kinos, die zu einer starken Identifikation mit Arthouse-Kinos und hohen Mitgliederzahlen führt, war für mich einmalig. Die Cineville-Mitglieder waren auch nach den Lockdowns die ersten, die wieder ins Kino strömten“, zeigt sich Initiatorin Wiktoria Pelzer begeistert und hoffnungsvoll.