Kerstin Polzer: Frischer Wind bei V heute

Die Schwarzacherin Kerstin Polzer moderiert seit Mai Vorarlbergs erfolgreichste TV-Sendung „Vorarlberg heute“ – und begeistert mit ihrem natürlich frischen Auftreten und einer großen Leidenschaft für alles, was sie anpackt. Die 37-jährige Mutter zweier Kinder ist überzeugt: Sie hat einen unglaublich spannenden Job.
Autor: Claudia Weiss, 04.10.2016 um 12:08 Uhr

Weekend: Seit Kurzem erst dabei, aber Sie moderieren souverän und charmant – ein Naturtalent?
Kerstin Polzer:
Mir hat bei meinem Start im Fernsehen sicher die langjährige Erfahrung im Radio geholfen. Ich habe zuerst in Vorarlberg und später auch in Wien Regional- und Weltnachrichten moderiert. Da bekommt man ein ganz gutes Gefühl – einerseits für Inhalte, andererseits aber auch, wie man sie am besten transportiert.

Weekend: Gibt es ein Geheimrezept für die Arbeit vor der Kamera?
Kerstin Polzer:
Ich denke, es ist wichtig, in einer einfachen Sprache zu sprechen, den Zuseher sofort spüren zu lassen, ob als nächstes etwas Ernstes kommt oder etwas zum Schmunzeln. Ich will authentisch sein, mich nicht verstellen, niemandem etwas vorspielen. Menschen, die mich privat kennen und mich dann im TV sehen, sollen sagen: Ja, so ist sie wirklich!

Weekend: Moderatorin ist für viele schon ein Kindheitstraum – wie war das bei Ihnen?
Kerstin Polzer:
Ich bin mit der Sendung aufgewachsen. Daheim war immer klar, um 19.00 Uhr wird „Vorarlberg heute“ geschaut. Und natürlich habe auch ich mir manchmal gedacht, wow, das wäre schon toll, auch mal da zu stehen … Aber so etwas lässt sich nicht erzwingen. Man kann durch gute Arbeit die Voraussetzungen dafür schaffen, aber dann braucht man auch immer ein kleines bisschen Glück.

Weekend: Was ist das Spannendste an Ihrer Tätigkeit?
Kerstin Polzer:
Ich mag die Themen-Vielfalt, die unser Beruf bietet und die Möglichkeit, viele Menschen kennenzulernen. Jeder, wirklich jeder hat etwas Interessantes zu erzählen – manchmal muss man einfach nur nachfragen …

Weekend: Sie haben zwei Kinder – wie lassen sich Beruf und Familie vereinen?
Kerstin Polzer:
Das ist eine Frage, vor der wohl sehr viele Mamas stehen. Manchmal ist es schon eine Gratwanderung. Für mich war immer klar, dass ich mit meinen Kindern sehr viel Zeit verbringen, aber irgendwann auch im Beruf wieder etwas machen möchte. Ich habe großes Glück – zum einen, weil mir das Unternehmen ermöglicht, Teilzeit zu arbeiten, zum anderen, weil ich meine Eltern als Rückendeckung habe. Großeltern sind unbezahlbar – ohne sie wäre für mich
vieles nicht möglich.

Weekend: Sie haben lange in Wien gewohnt. Warum haben Sie sich schlussendlich doch wieder für Vorarlberg entschieden?
Kerstin Polzer:
Die Lebensqualität in Vorarlberg ist einfach unglaublich hoch. Wien ist eine tolle Stadt, ich bin nach wie vor gerne dort, aber mit Kindern ist das Leben hier einfach unkomplizierter, naturverbundener und entspannter. Wir genießen das sehr!

Zur Person: KERSTIN POLZER

  • Geboren am 19. September 1979, lebt in Schwarzach
  • verheiratet, zwei Kinder
  • Studierte Germanistik und Psychologie/Philosophie/Pädagogik
  • Seit 2001 beim ORF (Vorarlberg und Wien), erst Online, dann Radio und Fernsehen
  • Hobbys: Pilates – und wenn Zeit bleibt, nach Bildstein laufen