Gut vorbereitet: Mag. Christian Schützinger

Die Vorarlberger GastgeberInnen punkten mit umfangreichen Präventions- und Hygienekonzepten sowie mit attraktiven Angeboten. Potenzielle Urlauberinnen und Urlauber sehnen sich nach einer erholsamen Auszeit, nach kulinarischem Genuss und Bewegung in der Natur. Bei Deutschen steht das Thema (E-)Bike besonders hoch im Kurs.

Weekend: Herr Schützinger, Corona sorgt für viel Unsicherheit. Viele können schwer abschätzen, was der Sommer bringt. Das gilt auch für Touristiker und ihre potenziellen Gäste. Wie schätzen Sie die Lage ein?
Schützinger:
Die gute Nachricht ist: Die Menschen möchten verreisen. Das zeigt eine umfangreiche aktuelle Studie des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung. 79 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher planen oder erwägen heuer einen Sommerurlaub. Bei den Deutschen sind es 71 Prozent. Das Interesse an Österreich im Allgemeinen und Vorarlberg im Besonderen ist groß.

Weekend: Was heißt das in Zahlen ausgedrückt?
Schützinger:
2,8 Millionen Gäste aus dem Inland und 5,6 Millionen aus Deutschland könnten nach Österreich kommen. Die Zahlen für Vorarlberg liegen bei rund 300.000 Österreichern und einer Million Deutschen. Zum Vergleich: Im Rekordsommer 2019 verbrachten insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen ihren Urlaub in Vorarlberg, über 70 Prozent davon – also 900.000 – stammten aus diesen beiden Herkunftsmärkten. Selbst im verkürzten Sommer 2020 verbrachten rund 670.000 Österreicher und Deutsche hier ihren Sommerurlaub. Die Tourismusbranche hat also Grund zur Hoffnung.

Die Sicherheit am Urlaubsort bleibt heuer ein ganz wichtiger Faktor. Die Vorarlberger Tourismusbranche ist darauf bestens vorbereitet.

Mag. Christian Schützinger, Landestourismusdirektor und Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus GmbH

Weekend: Worauf kommt es in diesem Sommer besonders an?
Schützinger:
Eines der wichtigsten Entscheidungskriterien bleibt die Sicherheit am Urlaubsort. Wie gut der Vorarlberger Tourismus gerüstet ist, konnten wir im vergangenen Sommer und im Falle der Einheimischen auch im Winter beweisen. Wir setzen weiterhin auf Hygiene- und Präventionskonzepte sowie auf Testmöglichkeiten für Mitarbeiter und Gäste. Ein gutes Signal ist außerdem die Covid-19-Stornoversicherung, die Vorarlberg Tourismus bis zum 31. August 2021 verlängern konnte. Damit ist auch in dieser Hinsicht für einen sicheren Aufenthalt gesorgt.

Weekend: Die Maßnahmen ändern sich häufig. Wie wollen Sie dafür sorgen, dass Gäste den Überblick behalten?
Schützinger:
Es stimmt, die Kommunikation der Maßnahmen und Rahmenbedingungen ist heuer entscheidend. Die Gäste müssen ein klares Bild davon haben, was sie am Urlaubsort erwartet. Dafür braucht es gut aufeinander abgestimmte Öffnungszeiten, Besucherlenkung im Wartebereich an frequentierten Ausflugszielen sowie bei Veranstaltungen und eine inhaltlich flexible Kommunikation mit stets aktuellen Informationen zur Corona-Lage. Mit unserer neuen und ständig aktualisierten Landingpage www.vorarlberg.travel/sicher-zu-gast bleiben Gäste immer auf dem Laufenden.

Zur Person:  Mag. Christian Schützinger

  • geboren 1965 in Abtenau (Salzburg)
  • verheiratet mit Susanne, zwei Kinder
  • Studium Publizistik und Sportwissenschaft, seit 2003 Landestourismusdirektor und Geschäftsführer Vorarlberg Tourismus GmbH
Autor: Weekend Magazin Vorarlberg, 13.04.2021