Lawinenabgang am Stubaier Gletscher: Zwei Snowboarder tot
Zwei 37-jährige Österreicher kamen am 15. Februar bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum im Bereich Mutterbergl am Stubaier Gletscher ums Leben. Gegen 17:50 Uhr erstattete eine Frau Anzeige, nachdem die Snowboarder von einem Ausflug nicht zurückgekehrt waren. Das Fahrzeug eines der Männer wurde kurze Zeit später am Parkplatz der Gletscherbahnen entdeckt. Der Lawinenabgang ereignete sich auf rund 2.115 Metern Seehöhe.
Groß angelegte Suche nach den Vermissten
Nach der Anzeige gegen 17:50 Uhr führte die Polizei zunächst Ermittlungen im Bereich der Talstation und in umliegenden Einkehrbetrieben durch, diese blieben jedoch ohne Ergebnis. Wie die Polizei mitteilte, wurde um 19:30 Uhr eine umfangreiche Suchaktion gestartet. An der Suche waren die Bergrettung Neustift, Hundeführer der Bergrettung Tirol, die Freiwillige Feuerwehr Neustift sowie die Alpinpolizei beteiligt. Mehrere Drohnen und ein Polizeihubschrauber kamen dabei zum Einsatz.
Lawinenabgang im freien Gelände
Im freien Skiraum im Bereich Mutterbergl kam es zu einem Lawinenabgang auf etwa 2.115 Metern Seehöhe. Die Sturzbahn der Lawine erstreckte sich über rund 300 Höhenmeter. Laut Polizei ergab eine Handypeilung einen Suchbereich zwischen der Dresdner Hütte und der Talstation Gamsgarten. Im Bereich des Lawinenanrisses wurden zwei Einfahrtsspuren festgestellt.
Beide Snowboarder tot geborgen
Gegen 21:30 Uhr wurden am Lawinenkegel zwei LVS-Signale geortet. Kurz darauf barg die Bergrettung zwei verschüttete Snowboarder aus den Schneemassen. Die Notärztin stellte den Tod der beiden 37-jährigen österreichischen Staatsbürger fest.