Direkt zum Inhalt
Feuerwehr im Einsatz bei Großbrand in Seefeld: Dachstuhl eines Hotels steht in Flammen, dichter Rauch über Tiroler Tourismusort
Großbrand in Seefeld in Tirol: Feuerwehr kämpft am Dach eines Hotels gegen die Flammen, während dichter Rauch aufsteigt. Rund 250 Einsatzkräfte waren bei dem Hotelbrand im Einsatz.
Großbrand in Seefeld in Tirol: Feuerwehr kämpft am Dach eines Hotels gegen die Flammen, während dichter Rauch aufsteigt. Rund 250 Einsatzkräfte waren bei dem Hotelbrand im Einsatz.
APA/Rotes Kreuz Innsbruck Land

Feuerwehr am Limit: Großbrand bei Tiroler Hotel

14.04.2026 um 09:16, Jovana Borojevic & APA, Red
min read
Dramatische Szenen in Tirol: Ein Hotel stand in Vollbrand. 150 Menschen mussten evakuiert werden. Die Ursache ist noch unklar ...

Der Großbrand bei einem Hotel im Zentrum von Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land) war Dienstagfrüh unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten dauerten jedoch weiter an, hieß es seitens der Feuerwehr gegenüber der APA. Es seien noch vereinzelt Feuerwehrkräfte im Einsatz. Ermittlungen zur Brandursache würden nach Ende des Löscheinsatzes aufgenommen, teilte die Polizei mit. Der am Vorabend wegen Rauchentwicklung ausgelöste AT-Alert wurde aufgehoben.

Großbrand in Seefeld unter Kontrolle

Während die Löscharbeiten Montagabend und in der Nacht auf Dienstag offenbar noch intensiv im Gange waren, gehe es nun "langsam aber sicher dem Ende zu", sagte der Bezirksschriftführer des Bezirksfeuerwehrverbandes von Innsbruck-Land, Thomas Tanzer, der APA. "Brand aus" sei jedoch noch nicht gegeben worden. Die Nachlöscharbeiten würden auch mit einem Kran-Lkw durchgeführt. Während das Aufgebot an Feuerwehrkräften mittlerweile deutlich reduziert sei, waren es am Höhepunkt der Löscharbeiten rund um Mitternacht etwa 250 Kräfte gewesen, so Tanzer. Der Dachstuhl des bekannten "Klosterbräu" war Montagabend in Brand geraten.

Intensive Löscharbeiten in der Nacht

Trotz des massiven Kräfteaufgebots gestaltete sich die Brandbekämpfung offenbar schwierig. Sechs Personen mussten indes medizinisch versorgt werden, hieß es seitens des Roten Kreuzes. Eine Person aufgrund eines Sturzes, fünf wegen Rauchgasinhalation. Die starke Rauchentwicklung hatte am Vorabend auch zur Auslösung eines AT-Alerts für die Bevölkerung in der Region geführt. Dieser wurde von der Gemeindeeinsatzleitung in Seefeld mittlerweile wieder aufgehoben, teilte das Land Tirol Dienstagfrüh mit. Es gebe trotz der weiterhin andauernden Löscharbeiten keine wesentliche Rauchentwicklung mehr.

Verletzte und starke Rauchentwicklung

Das Hotel war zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht in Betrieb bzw. geschlossen. Rund 150 Personen aus zwei naheliegenden Hotels wurden evakuiert und von der Rettung in der Olympiahalle Seefeld versorgt. Die Betroffenen wurden nach der Unterbringung in Notunterkünften auf Hotels in der Region verteilt, hieß es seitens des Roten Kreuzes. Ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden. Zwischenzeitlich hatte offenbar auch Gefahr für die benachbarte Kirche bestanden, die vorsorglich evakuiert wurde. Wertvolles Inventar soll aus dem Gotteshaus gebracht worden sein.

150 Personen aus umliegenden Hotels evakuiert

Der Brand war gegen 19.00 Uhr in dem Hotel im Seefelder Zentrum ausgebrochen. In dem zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossenen Beherbergungsbetrieb fanden Bauarbeiten statt. Ob der Brand damit zusammenhing, blieb vorerst offen. Die Feuerwehr versuchte mit schwerem Atemschutzgerät unter schwierigsten Bedingungen den Flammen Herr zu werden. Die Rettung stand mit zwei Einsatzgruppen und fünf Rettungswägen im Einsatz, außerdem waren 15 Polizeistreifen an Ort und Stelle, hieß es Dienstagfrüh.

Brandursache weiterhin unklar

Die Löscharbeiten gestalteten sich nicht zuletzt aufgrund des alten Gewölbes des Hotels herausfordernd, hieß es seitens der Feuerwehr gegenüber der APA. Auch Dachöffnungen wurden vorgenommen. Das gesamte Gebäude war verraucht, was es für die Feuerwehrleute schwieriger machte, vorzudringen. Jedenfalls dürfte auch der Innenbereich schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

more