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Vier Männer präsentieren ein Plakat
Christian Zach, Gerhard Spitzbart, Ludwig Weichinger-Hieden und Wolfgang Hasenburger (v.l.)
Christian Zach, Gerhard Spitzbart, Ludwig Weichinger-Hieden und Wolfgang Hasenburger (v.l.)
Fischer

Österreichs Tischlerlehrlinge messen sich in Graz

06.05.2026 um 13:09, Cornelia Scheucher
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Am 20. Juni geht in Graz der größte Lehrlingswettbewerb der österreichischen Tischler über die Bühne: 45 Lehrlinge geben ihr Bestes, um den Sieg zu holen.

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Am 19. und 20. Juni dreht sich in der steirischen Landeshauptstadt alles um ein Thema: Holz. Die Bundes- und Landesinnung der Tischler machen Graz am 20. Juni in der Messehalle A zur Bühne für Österreichs größten Lehrlingswettbewerb. Die besten 45 Tischlerlehrlinge aus ganz Österreich, fünf aus jedem Bundesland, treten gegeneinander an, um den Wanderpokal in ihr Bundesland zu holen. Derzeit befindet sich die Steiermark in der Rolle des "Gejagten" –  in den letzten beiden Jahren konnten die steirischen Lehrlinge den Wettbewerb für sich entscheiden. 

Steirerland als Tischlerland

"Das Steirerland ist ein Tischlerland. Rund 1700 Betriebe sind eine nachhaltige regionale Wirtschaftsmacht, deren Mitarbeiter europaweit in der Champions League spielen. Das Erfolgsmodell Lehre bildet den Grundstein dafür. Als Landesinnungsmeister hoffe ich, dass wir den Gesamtsieg des Vorjahres bei uns verteidigen können", so Landesinnungsmeister Christian Zach. In der Steiermark gibt es derzeit rund 400 Tischler-Lehrlinge, knapp 20 Prozent davon sind weiblich. Welche fünf steirischen Lehrlinge am 20. Juni schlussendlich um den Sieg kämpfen werden, entscheidet sich am 2. Juni.

Sichtbares Handwerk

Der Wettbewerb erfüllt mehrere Zwecke: Einerseits soll das Handwerk und die Arbeit sichtbar gemacht werden, andererseits möchte man junge Menschen auch für das Thema Lehre begeistern und Schulen sowie Eltern zeigen, welches Niveau die Ausbildung im Handwerk erreicht. "Dieser Wettbewerb ist ein Meilenstein in der Ausbildung der jungen Tischlerinnen und Tischler. Er motiviert, fördert Spitzenleistungen und stärkt den Stolz auf das Handwerk", erklärt Bundeslehrlingswart Ludwig Weichinger-Hieden. 

Unsere Lehrlinge sind das beste Aushängeschild für die Qualität und Zukunft des Tischlerhandwerks.

Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart

Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität

Beginn ist am 20. Juni um 8 Uhr. Die Lehrlinge müssen unter Zeitdruck an anspruchsvollen Werkstücken arbeiten, bei denen Präzision, Kreativität, Konzentration und perfektes Zeitmanagement gefragt sind. Eine Fachjury bewertet Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität, funktionale Lösungen und Gestaltung – all das sind Kriterien, die später auch im Berufsalltag über Qualität und Erfolg entscheiden. Die Sieger werden am Abend im Stefaniensaal geehrt. 

Nagelchallenge für Besucher

Besucher können den Lehrlingen nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch selbst Hand anlegen: Beim "Annageln" kann jeder sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Übrigens: Auf den Sieger wartet ein Gewinn, der es in sich hat. 

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