Naturjuwele: Fünf wunderschöne Bergseen in der Steiermark

Bergseen bieten eine atemberaubende Kulisse beim Wandern. Wir haben fünf herausgesucht, bei denen es sich gut rasten lässt – bei zwei ist sogar abkühlen erlaubt!
Autor: Melanie Ogris, 21.07.2022 um 15:04 Uhr

Die Steiermark ist auch als „das Grüne Herz Österreichs“ bekannt und zeichnet sich durch die verschiedenen Landschaften aus. Es könnte aber auch „das Blaue Herz Österreichs“ gennant werden, denn es gibt über 300 Bergseen, von denen wir die fünf schönsten Gewässer für Sie rausgesucht haben.

Augstsee

Der Augstsee liegt im Europaschutzgebiet Totes Gebirge am Loser im Ausseerland auf etwa 1643 Höhenmeter. Für rund fünf Monate im Jahr friert er zu und wird im Hochsommer bis zu 20 Grad warm. Der See eignet sich ideal zum Schwimmen – Tauchen ist nur nach Absprache mit den Österreichischen Bundesforsten erlaubt. Der Bergsee wurde sogar als Kulisse für den Film „Der letzte Tempelritter“, der 2011 erschienen ist, mit Nicolas Cage in der Hauptrolle gewählt.

Augstsee

Brunnsee

In der Nähe von Wildalpen, die östlichste Gemeinde des Bezirkes Liezen, befindet sich im Naturschutzgebiet Salzatal der Brunnsee. Das Wasser kommt nach einer langen Reise durch das Felsmassiv wieder aus dem Seeboden. Der auf 625 Höhenmeter gelegene Brunnsee ist somit ein großes Quellbecken des Hochschwabs. Baden ist zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt zwar nicht erlaubt, ein Besuch lohnt sich aber trotzdem!

Brunnsee

Giglachseen

Die Giglachseen, bestehend aus Oberem und Unterem Giglachsee, sind zwei Bergseen in den Niederen Tauern. Sie gelten als das Herzstück der westlichen Schladminger Tauern und sind ein beliebtes Wanderziel. Der Untere Giglachsee liegt auf 1921 Höhenmeter, der Obere auf 1930 Höhenmeter. Die beiden Seen sind von allen Seiten her erreichbar – der schnellste Aufstieg erfolgt in einer Stunde von der Ursprungalm. Baden ist verboten.

Tipp: Eine Hütte am Oberen Giglachsee versorgt hungrige und durstige Wanderer mit Jause und Getränken.

Giglachsee

Spiegelsee

Woher der auf 1864 Höhenmeter gelegene Spiegelsee seinen Namen hat weiß man spätestens, wenn man ihn sieht (siehe Bild unten). Eigentlich heißt er Mittlerer Gasslsee – in den letzten 30 Jahren wurde er aber von vielen Fotobegeisterten umbenannt, da er die Dachstein-Südwände spiegelt. Eine beliebte Wanderung ist ein 50-Minuten-Fußweg ausgehend von der Bergstation/dem Parkplatz an der Gasselhöh'-Hütte auf der Reiteralm. Das Schwimmen im See ist verboten.

Spiegelsee

Leopoldsteiner See

Der steirische Gebirgssee ist ein wahres Naturjuwel, in dessen smaragdgrüner Wasseroberfläche sich die Felswand des Hochschwabmassivs spiegelt. Seinen Namen hat er wegen der Nähe zum Schloss Leopoldstein erhalten. Baden ist erlaubt.

Übrigens: Einer Sage zufolge soll in der Umgebung des Sees ein Wassermann gefangen worden sein. Um freigelassen zu werden, zeigte er seinen Fängern den nur wenige Kilometer entfernten Erzberg.

Leopoldsteinersee