Nachbarschaftsstreit eskaliert: 86-Jähriger kann eigenes WC nicht mehr benutzen
- Nachbarschaftsstreit macht Kanal zum täglichen Problem
- Jahrelanger Nachbarschaftsstreit als Auslöser
- Gericht bringt erste Annäherung im Nachbarschaftsstreit
- Lösung in Sicht: Eigener Kanalanschluss geplant
Ein langjähriger Nachbarschaftsstreit in Bad Mitterndorf sorgt für eine außergewöhnliche Situation: Ein 86-jähriger Pensionist kann seit Wochen seine eigene Toilette nicht mehr benutzen. Grund dafür ist ein verstopfter Abwasserkanal, dessen Zugang über das Grundstück des Nachbarn führt. Dieser verweigert jedoch den Zutritt – mit drastischen Folgen für den Betroffenen.
Nachbarschaftsstreit macht Kanal zum täglichen Problem
Seit dem 22. Februar ist der Kanal blockiert. Eine Reparatur wäre grundsätzlich möglich, doch ohne Zugang zum Nachbargrundstück bleibt das Problem ungelöst. Wie die Kleine Zeitung berichtet, ist der Pensionist daher gezwungen, mehrmals täglich mit dem Auto zu öffentlichen Toiletten auszuweichen. Besonders häufig nutzt er dabei die WC-Anlage beim Friedhof Kumitz.
Jahrelanger Nachbarschaftsstreit als Auslöser
Seit über einem Jahrzehnt schwelt ein intensiver Nachbarschaftsstreit zwischen den Beteiligten. Einen Höhepunkt hat die Auseinandersetzung zu Pfingsten 2024 erreicht, als es wegen eines unerlaubten Rasenmähens während eines Spitalaufenthalts eskaliert ist. In der Folge kommt es zu gegenseitigen Anzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung und Bedrohung. Vor Gericht enden die Verfahren mit Freisprüchen mangels Beweisen.
Gericht bringt erste Annäherung im Nachbarschaftsstreit
Erst ein Termin am Bezirksgericht Liezen bringt Bewegung in den festgefahrenen Nachbarschaftsstreit. Trotz angespannter Ausgangslage einigen sich die Parteien auf einen Vergleich. Damit zeichnet sich erstmals seit Wochen eine konkrete Lösung ab.
Lösung in Sicht: Eigener Kanalanschluss geplant
Der Nachbar stimmt zu, die Reparatur unter seiner Aufsicht zuzulassen. Noch wichtiger: Die Gemeinde kündigt an, dass der Pensionist bis Monatsende einen eigenen Anschluss an das Kanalnetz erhalten soll. Damit könnte der Nachbarschaftsstreit zumindest in diesem Punkt dauerhaft entschärft werden.