Nach Bombendrohung in Graz: FPÖ fordert Aufklärung

Am Landesgericht in Graz kam es bei der dritten Auflage des Dschihadisten-Prozesses zu einer Bombendrohung. Die FPÖ sieht diese Tat als „lautes Warnsignal“ an.
Autor: Melanie Ogris, 27.06.2022 um 16:05 Uhr

Vor drei Jahren begann der Prozess um den islamischen Glaubensverein Taqwa und einem Prediger, der Familien veranlasst haben soll, nach Syrien zu gehen und sich dem IS anzuschließen. 2020 und 2021 gab es bereits Urteile, doch der Oberste Gerichtshof hat diese wieder an das Grazer Straflandesgericht zurück verwiesen. Beim heutigen Prozessauftakt kam es zu einer Bombendrohung.

Neuer Prozesstermin

Der Gerichtssaal musste vorübergehend geräumt werden und wurde von Spezialeinheiten durchsucht. Gefunden wurde aber nichts. Die vier Angeklagten, drei Männer und eine Frau, müssen sich bald erneut vor dem Geschworenengericht verantworten. Ein Prozesstermin steht derzeit noch nicht fest.

Auch in Wien und St. Pölten kam es heute zu Drohungen.

Die Bombendrohungen sind als brutale Einschüchterungsstrategie gegen unsere rechtsstaatlichen Organe sowie die israelitische Kultusgemeinde zu werten. Es braucht hier rasche und volle Aufklärung, wer hinter diesen derzeit noch verbal angekündigten Attacken steckt. Sollte die Spur in die islamistische Szene führen, dann ist einmal mehr bestätigt, dass die Grüne Mark einer ständigen Bedrohung durch radikale Elemente ausgesetzt ist.
– FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek

FPÖ äußert sich

Für den heutigen Vorfall könne laut der FPÖ nur die tiefgreifende Ablehnung des heimischen Wertesystems ausschlaggebend sein. In einer Stellungnahme verurteilen die Freiheitlichen das heutige Ereignis auf das Schärfste  und fordern umfassende Aufklärung.