Martin Auer: Steirischer Bäcker will 60 Dollar für einen Laib Brot
- 60 Dollar für einen ganzen Laib
- Das steckt im 60-Dollar-Brot
- Warum Martin Auer in New York auf Roggen setzt
- Hoher Brotpreis sorgt für Kritik
- Erste Martin-Auer-Filiale außerhalb Österreichs
60 Dollar für rund 1,5 Kilogramm Roggenbrot: Mit diesem Preis startet der Grazer Bäcker Martin Auer in New York. Die erste Filiale außerhalb Österreichs setzt ganz auf steirische Brotkultur. Vor allem der Preis sorgt nach der Eröffnung für Diskussionen.
60 Dollar für einen ganzen Laib
Gemeinsam mit seinem Sohn Tim hat Martin Auer am 10. September „RYE by Martin Auer“ in Manhattan eröffnet. In der 285 Lafayette Street verkauft das Grazer Familienunternehmen österreichisches Roggen-Sauerteigbrot. Ein Laib mit rund 1,5 Kilogramm kostet stolze 60 US-Dollar, ein halber 30 Dollar und ein Viertel 15 Dollar.
Das steckt im 60-Dollar-Brot
Im Mittelpunkt des New Yorker Konzepts steht 100-prozentiges Roggen-Sauerteigbrot aus biologisch angebautem österreichischem Roggen. Die Zutatenliste fällt überschaubar aus: Roggenmehl, Wasser und Salz. Laut „Krone“ verwendet die Bäckerei dafür eine 57 Jahre alte Sauerteigkultur. Angeboten wird das Brot unter anderem mit geräuchertem Lachs, Liptauer oder österreichischer Marillenmarmelade. Auch Naturweine aus Österreich stehen auf der Karte.
Warum Martin Auer in New York auf Roggen setzt
Mit dem spezialisierten Angebot will sich Martin Auer bewusst von bestehenden Bäckereien in New York abheben. „Wir wollten nie einfach eine weitere Bäckerei in New York eröffnen“, erklärt Auer. Baguettes, Croissants, Weizenbrot und Kaffee gebe es in der Stadt bereits in großer Vielfalt und teilweise hervorragender Qualität. Deshalb konzentriere sich das Unternehmen auf das, „worin wir außergewöhnlich gut sind“.
Hoher Brotpreis sorgt für Kritik und Spott
Nicht überall kommt der Preis gut an. Unter Beiträgen der Bäckerei auf Instagram kritisieren Nutzer die 60 Dollar für einen Laib. „Brot ist ein Grundnahrungsmittel und daraus ein Designprodukt um 60 Dollar zu machen, finde ich abartig“, schreibt eine Userin laut „5 Minuten“.
Auch unter weiteren Beiträgen fällt die Kritik deutlich aus. „Sehr teures Brot aus Österreich. New York ist kein Geldesel“, heißt es in einem Kommentar. Andere Nutzer Nutzer nennen die Preisgestaltung gar "obszön".
Erste Martin-Auer-Filiale außerhalb Österreichs
Mit „RYE“ wagt das Grazer Familienunternehmen erstmals den Schritt ins Ausland. Ursprünglich ist die Eröffnung bereits für Herbst 2025 geplant gewesen, Behördenwege haben den Start laut „Krone“ jedoch verzögert. Auch das Gebäude selbst hat eine prominente Vergangenheit: David Bowie hat laut Angaben des Unternehmens viele Jahre an dieser Adresse gelebt.
In Österreich betreibt Martin Auer laut ORF 42 Standorte und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt demnach bei rund 48 Millionen Euro. Mit dem Standort in Manhattan bringt das Unternehmen nun erstmals sein Bäckereikonzept außerhalb Österreichs auf den Markt.