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Einsatzfahrzeug der Polizei
Großaufgebot in Hausmannstätten: Nach einer Drohung gegen die Schule läuft ein intensiver Polizeieinsatz.
Großaufgebot in Hausmannstätten: Nach einer Drohung gegen die Schule läuft ein intensiver Polizeieinsatz.
Ajdin Kamber/Shutterstock

Hausmannstätten: Jugendliche nach Schul-Drohung ausgeforscht

29.04.2026 um 10:42, Anna Kirschbaum
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Nach der Drohung an einer Schule in Hausmannstätten hat die Polizei mehrereJugendliche als Tatverdächtige ausgeforscht. Die Cobra war gestern im Großeinsatz.

Nach der Drohung an einer Schule in Hausmannstätten im Bezirk Graz-Umgebung laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Polizei hat mehrere Jugendliche als mögliche Tatverdächtige ausgeforscht. Der Vorfall hat am Dienstag einen Großeinsatz ausgelöst, bei dem auch Spezialeinheiten im Einsatz gestanden sind.

Cobra-Einsatz nach Drohbrief

Auslöser ist ein schriftlicher Drohbrief gewesen, der im Postkasten der Schule entdeckt worden ist. Darin sind mehrere Lehrkräfte bedroht worden. Die Schulleitung hat Anzeige erstattet, woraufhin zahlreiche Einsatzkräfte ausgerückt sind, darunter das Einsatzkommando Cobra, die Bereitschaftseinheit und die Schnelle Interventionsgruppe. Polizeisprecher Markus Lamb erklärt, „wie ernsthaft die Drohung ist, kann derzeit nicht final bewertet werden“, es handle sich um einen „vorsorglichen Einsatz“.

350 Schüler in Sicherheit gebracht

Rund 350 Schülerinnen und Schüler sind im Zuge des Einsatzes in Sicherheit gebracht worden. Die Kinder sind in den Turnsaal begleitet worden, während das Schulgelände abgesichert worden ist. Eltern sind gleichzeitig aufgefordert worden, ihre Kinder abzuholen. Laut Polizei hat zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr bestanden.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei mehrere Jugendliche als mögliche Verfasser der Drohung identifiziert. Sie sind befragt worden, haben sich bislang jedoch nicht geständig gezeigt. Mehrere Mobiltelefone sind sichergestellt worden und werden kriminaltechnisch ausgewertet. Die Ermittlungen laufen weiterhin.

Schock sitzt tief: Betreuung läuft

Die Ereignisse haben bei Schülern und Eltern Spuren hinterlassen. Ein Kriseninterventionsteam betreut die Betroffenen. Bürgermeister Patrick Dorner betont: „Wir wollen das Geschehene gemeinsam mit den Kindern aufarbeiten und einordnen, damit keine Angst bleibt.“ Der Unterricht soll fortgesetzt werden, ein Fernbleiben bleibt jedoch ohne Konsequenzen.

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