Egger stinksauer: Blümel pfeift auf Gründermesse

Das Büro des Ministers ließ nämlich ausrichten, Finanzminister Gernot Blümel könne der Einladung zur Gründermesse nicht folgen, da man „keine Veranstaltungen besuchen dürfe“. Das brachte Egger regelrecht in Rage: „Ich bin stinksauer. Das kann es ja nicht sein“, wetterte er in Richtung Finanzminister.

Er sei vor allem deshalb so sauer, weil man es nur unter größten Anstrengungen geschafft habe, die Gründermesse in Zeiten von Corona zu veranstalten. Dies sei eine der wenigen Events, die überhaupt stattfinden können. Umso trauriger sei es, dass der Finanzminister dafür keine Zeit habe. Generell ist Armin Egger davon überzeugt, dass man endlich wieder ins „normale Tun“ kommen müsse. Man habe in der Messe eigens 34 Mitarbeiter als Corona-Beauftragte ausgebildet, um solche Veranstaltungen möglichst gefahrlos über die Bühne zu bringen.

Armin Egger am Podium

Man sei stolz darauf, dass man die verschobene Gründermesse nun am 19. September nachholen könne. Denn gerade in diesen Zeiten sei es besonders herausfordernd, ein Unternehmen zu gründen. Und auch WK-Präsident Josef Herk blies ins gleiche Horn: „Es gibt bei Firmengründungen keinen Lockdown“. Mit 2093 Firmengründungen im ersten Halbjahr verzeichne man immerhin den achthöchsten Wert aller Zeiten. Auch für Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ist es „ein wichtiges Signal, dass die Gründermesse auch in diesem außergewöhnlichen Jahr stattfindet.“

Vielleicht kann sie ja ihren Parteifreund Gernot Blümel davon überzeugen, dass die Gründermesse auf jeden Fall eine Reise nach Graz wert ist.

Autor: Robert Eichenauer , 02.09.2020