Caritas: Steirer zeigen große Solidarität für Ukraine

Der Krieg in der Ukraine scheint bei vielen Menschen Hilfsbereitschaft auszulösen. Viele wenden sich dabei an die Caritas Steiermark.
Autor: Melanie Ogris, 02.03.2022 um 10:22 Uhr

Der Krieg in der Ukraine löst in der Steiermark eine große Welle der Solidarität aus. Viele Menschen wenden sich auch an die Caritas und möchten helfen. Über Partnerorganisationen in der Ukraine selbst und in den Nachbarländern des Kriegsgebiets kommt die Hilfe rasch direkt zu den Menschen. In der Ukraine stellt die Caritas Nothilfe mit Lebensmitteln und Unterkünften bereit, ebenso etwa in Rumänien und Ungarn.

Hier erfahren Sie, wie Sie von der Steiermark aus helfen und wo Sachspenden abgegeben werden können.

Diese Hilfsbereitschaft ist beeindruckend und für die betroffenen Menschen in dieser schrecklichen Situation eine große Unterstützung. – Caritasdirektor Herbert Beiglböck

Steirische Caritas unterstützt Partner in Rumänien und Ungarn

„In Rumänien öffnet die Caritas Temeswar ein ehemaliges Kinderheim, das derzeit leer steht. Den Betrieb dieser Unterkunft unterstützen wir mit Spenden aus der Steiermark,“ berichtet Brigitte Kroutil-Krenn, Leiterin der Auslandshilfe der Caritas Steiermark. Auch an anderen Orten nimmt die rumänische Caritas schutzsuchende Menschen auf. Ebenso hat die Caritas Szombathely in Ungarn Unterkünfte vorbereitet, die aus österreichischen Spenden mitgetragen werden.

Aktiv helfen

Die Caritas weiß, dass sie noch viel Unterstützung brauchen wird. Daher freut sich die Organisation über jeden Einzelnen, der sich in ihrer Community „füreinand'“ anmeldet. Über einen Newsletter erfährt man, wo gerade Hilfe benötigt wird. Dabei geht es nicht um Geld, sondern um Sachspenden, helfende Hände oder Unterkünfte.

Hier können Sie sich anmelden.

„Müssen uns auf längeren Zeitraum einstellen“

Der Bedarf an Sachspenden wird derzeit erhoben. „Wir prüfen gemeinsam mit unseren Partnern, was gebraucht wird, vor Ort gelagert und verteilt werden kann“, berichtet Kroutil-Krenn. In der Steiermark stellt sich die Caritas auf die Aufnahme von Flüchtlingen ein. In Abstimmung mit dem Land Steiermark wird daran gearbeitet, Unterkünfte vorzubereiten, vorrangig größere Quartiere, wo die Menschen gut betreut werden können. Der Caritasdirektor Beiglböck meint, dass sie sich darauf einstellen müssten, dass die Hilfsbereitschaft der Menschen hier über einen längeren Zeitraum nötig sein werde.