Pflegegeld-Apps: Richtig eingestuft?

Rund 12.000 Menschen stellen in Salzburg jährlich einen Antrag auf Pflegegeld. Laut dem Verein „JUSB“, der sich um die juristischen Anliegen von Senioren kümmert, werden ganze 50 Prozent davon fehlerhaft eingestuft. Wie aber lässt sich überprüfen, ob man tatsächlich jene Summe zugesprochen bekommt, die einem zusteht? Mit dieser Frage haben sich unter anderem die beiden Österreicher Daniel Sturmair und Werner Raffelseder beschäftigt und die kostenlose App „Pflegegeldhilfe“ entwickelt.

Praktische Handy-Software

Mit Unterstützung der Software können sich Betroffene und Angehörige in wenigen Schritten einen nachvollziehbaren Überblick über den täglichen Pflegeaufwand einer Person verschaffen und in weiterer Folge die angemessene Pflegegeldstufe berechnen lassen. Hierfür wird unter Anleitung sieben bis 14 Tage lang ein Pflegetagebuch geführt. Zudem kann über die Software Kontakt mit dem Verein JUSB sowie einem erfahrenen Rechtsanwalt aufgenommen werden, sollte man das Gefühl haben, bei der offiziellen Berechnung benachteiligt zu werden.

Pflegegeld berechnen | Credit: iStock.com/Pornpak Khunatorn

Smart & verlässlich

Wichtige Hilfestellung bei der korrekten Bemessung und Dokumentation des Betreuungsaufwandes leistet auch die Gratis-App „Mein Pflegegeld“ der Arbeiterkammer. Wer den zur Verfügung gestellten Fragebogen ausfüllt, erhält rasch Übersicht. Eine richtige Einstufung entscheidet in weiterer Folge immerhin auch über andere sozialpolitische Leistungen wie Selbst- und Weiterversicherungsmöglichkeit pflegender Angehöriger oder über den Zugang zu stationärer Langzeitpflege. Die notwendigen Dokumente lassen sich via Pflegegeld-App abspeichern, ausdrucken oder verschicken. Besonders praktisch: Die in der App gesammelten Daten und Dokumentationen können dem zuständigen Gutachter übermittelt werden.

Download in den App-Stores

Beide Apps stehen sowohl im Google Play Store für Android als auch im App Store für iOs kostenlos zur Verfügung.

Autor: Sandra Eder, 14.10.2021