Unwetter-Chaos in Salzburg: Obusse schwer beschädigt
Ein heftiges Gewitter hat am Sonntagabend über der Stadt und dem Land Salzburg für zahlreiche Einsätze gesorgt. Bereits im Vorfeld war vor einem möglichen Downburst, einem kräftigen Kaltluftabwind aus einer Gewitterzelle, gewarnt worden. Innerhalb kürzester Zeit gingen enorme Regenmengen nieder und sorgten für Überflutungen sowie erhebliche Schäden.
Besonders betroffen war die Landeshauptstadt. Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll und die Einsatzkräfte waren stundenlang gefordert.
Heftiges Gewitter trifft Salzburg
Die Messdaten der Meteorologen verdeutlichen die Intensität des Unwetters. Im Raum Salzburg-Aigen wurden laut Radaranalyse innerhalb einer Stunde bis zu 61 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert. An der Messstation Freisaal fielen 42 Liter, am Flughafen Salzburg in Maxglan wurden 27 Liter pro Quadratmeter gemessen.
Die enormen Regenmengen führten innerhalb weniger Minuten zu überfluteten Straßen und Unterführungen. Auch zahlreiche Keller und Tiefgaragen standen unter Wasser.
Feuerwehren im Dauereinsatz
Allein in der Stadt Salzburg mussten Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren insgesamt 68 Einsatzstellen abarbeiten. In der Clemens-Krauss-Straße blieb ein Fahrzeug nach der Durchfahrt durch eine überflutete Straße liegen.
Besonders betroffen waren auch die Salzburger Linien. Durch eindringendes Wasser wurde offenbar rund die Hälfte der Obus-Flotte beschädigt. Bei zahlreichen Fahrzeugen fiel die Elektronik aus. Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, wurde am Montag noch erhoben.
Rettungseinsätze auf den Seen
Das Unwetter beschäftigte am Abend auch die Wasserrettung. Am Wallersee wurde ein Bootsführer nach mehreren Notrufen als vermisst gemeldet. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Henndorf startete die Wasserrettung eine Suchaktion auf dem See.
Die Einsatzkräfte konnten den Mann kurze Zeit später unverletzt auffinden. Auch sein Boot blieb unbeschädigt.
Zeitgleich musste die Wasserrettung am Mondsee in Oberösterreich ausrücken. Ein Segelboot konnte wegen des starken Windes und hohen Wellengangs nicht mehr selbstständig den Hafen erreichen. Die Einsatzkräfte schleppten das Boot sicher ans Ufer. Verletzt wurde auch dort niemand.