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Ryanair-Maschine am Salzburger Flughafen.
2001 hob die erste Ryanair-Maschine vom Flughafen Salzburg ab.
2001 hob die erste Ryanair-Maschine vom Flughafen Salzburg ab.
Salzburg Airport

Trotz Jubiläum: Ryanair erwägt Rückzug aus Salzburg

23.04.2026 um 16:28, Simone Reitmeier
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25 Jahre nach dem Start in Salzburg wächst der Druck: Ryanair könnte sein Angebot in Österreich weiter reduzieren, wenn die Luftverkehrsteuer bestehen bleibt.

Vor 25 Jahren hob die erste Ryanair-Maschine von Salzburg nach London ab, seither wurden mehr als 40 Millionen Passagiere von und nach Österreich befördert. Laut Flughafen-Chefin Bettina Ganghofer gehöre die Airline fest zum Flugprofil Salzburgs, auch Verkehrslandesrat und Aufsichtsrat Stefan Schnöll hebt ihre Bedeutung hervor. Die Jubiläumsstimmung wird jedoch getrübt: Ryanair stellt sein Angebot in Österreich zunehmend infrage.

Österreich für Flugverkehr „unattraktiv“

Grund dafür ist aus Sicht der Airline die Luftverkehrssteuer in Höhe von 12 Euro pro Passagier. Diese gilt für alle Airlines, trifft Billigfluglinien jedoch besonders stark. Andreas Gruber, Managing Director der Ryanair-Tochter Laudamotion, macht die Abgabe mitverantwortlich dafür, dass der österreichische Flugverkehr 2026 erneut um rund zehn Prozent zurückgehen könnte. Zwölf Euro würden im ersten Moment nicht nach viel klingen. Wenn ein Ticket im Schnitt aber nur rund 50 Euro koste, entspreche das etwa 25 Prozent, erklärt Gruber. Diese Kosten seien für das Geschäftsmodell nicht mehr tragbar.

Ryanair erhöht Druck auf Politik

Nach Angaben des Unternehmens wurden bereits fünf Flugzeuge aus Österreich abgezogen. Sollte es keine Lösung geben, könnten weitere folgen. Einen vollständigen Rückzug, wie ihn zuletzt Wizz Air vollzogen hat, schließt Gruber derzeit jedoch aus. Gleichzeitig richtet Ryanair einen klaren Appell an die Bundesregierung: Die Luftverkehrssteuer müsse abgeschafft und die Flugsicherungsgebühren gesenkt werden. Andernfalls werde man Kapazitäten in Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen verlagern. 

Rückendeckung kommt von LH-Stellvertreter Stefan Schnöll, der die Steuer als standortschädlich bezeichnet und ebenfalls für deren Abschaffung plädiert. Laut ihm werden dadurch rund 168 Millionen Euro jährlich eingenommen. Diese Einnahmen würden jedoch nicht den Verlust von Airlines rechtfertigen.

Wachstumspläne unter Bedingungen

Ryanair stellt zugleich einen milliardenschweren Ausbau in Aussicht: Ein Investitionsplan über eine Milliarde US-Dollar könnte das Passagieraufkommen in Österreich innerhalb von fünf Jahren um 70 Prozent auf rund zwölf Millionen jährlich steigern – allerdings nur dann, wenn die Steuer entfällt. Neben der Abgabe kritisiert die Airline auch hohe Flughafengebühren, insbesondere in Wien. In Salzburg würden sich diese hingegen in einem verträglichen Rahmen bewegen.

Kerosin-Vorrat bis 2027 gesichert

Die Debatte rund um Kerosin-Engpässe sieht Ryanair derzeit noch gelassen. 80 Prozent des Treibstoffbedarfs sind bis April 2027 abgesichert (Hedging). Dass es im Sommer zu Flugstreichungen kommt, sei äußerst unwahrscheinlich. Eingekauft wurde das Kerosin um 67 Dollar pro Barrel, mittlerweile liegt der Preis bei rund 150 Dollar, erläutert Gruber.

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