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Mann in Schlauchboot nahe der North Sentinel Island im Indischen Ozean während verbotener Annäherung an isolierten Stamm
US-YouTuber Mykhailo Polyakov nähert sich der streng geschützten North Sentinel Island im Indischen Ozean – nach der verbotenen Aktion drohen ihm nun bis zu fünf Jahre Haft.
US-YouTuber Mykhailo Polyakov nähert sich der streng geschützten North Sentinel Island im Indischen Ozean – nach der verbotenen Aktion drohen ihm nun bis zu fünf Jahre Haft.
Neo-Orientalist/YouTube

Influencer droht Haft: Er wollte Ureinwohnern Cola bringen

23.04.2026 um 10:58, Jovana Borojevic
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Ein YouTuber wollte auf der verbotenen North Sentinel Island im Indischen Ozean für Aufsehen sorgen und riskierte dabei alles. Ihm drohen fünf Jahre Haft.

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Ein verbotener Ort, ein riskanter Plan und die Hoffnung auf maximale Aufmerksamkeit: Ein YouTuber wollte auf der berüchtigten North Sentinel Island ein spektakuläres Abenteuer erleben. Doch statt Klicks und Reichweite droht ihm jetzt ein ernstes Nachspiel vor Gericht. Für seine Aktion auf der streng geschützten Insel im Indischen Ozean könnten ihm bis zu fünf Jahre Haft drohen.

Das ist auf der North Sentinel Island passiert

Die North Sentinel Island gilt als einer der abgeschottetsten Orte der Welt. Genau dorthin machte sich der US-Amerikaner Mykhailo Viktorovych Polyakov auf den Weg. Mit einem Schlauchboot fuhr er mehrere Stunden über das offene Meer, um die Insel zu erreichen, auf der die isoliert lebenden Sentinelesen wohnen.

Am Strand der North Sentinel Island angekommen, legte er eine Kokosnuss und eine Dose Cola-Light ab. Offenbar wollte er damit Kontakt zu den Bewohnern herstellen. Zusätzlich versuchte er, mit einer Pfeife auf sich aufmerksam zu machen. Doch die Aktion blieb ohne Reaktion. Die Sentinelesen zeigten sich nicht. Der YouTuber verließ die Inselregion anschließend wieder und veröffentlichte später ein Video seiner Reise.

North Sentinel Island: Account gelöscht, Festnahme nach Rückkehr

Die Konsequenzen folgten schnell. Laut Medienberichten wurde sein YouTube-Account inzwischen gelöscht. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr wurde der Mann festgenommen. Die Behörden reagierten damit auf den Vorfall rund um die North Sentinel Island, die als streng geschütztes Sperrgebiet gilt.

Schwere Vorwürfe wegen North Sentinel Island

Dem YouTuber wird vorgeworfen, unerlaubt ein geschütztes Stammesgebiet betreten zu haben. Gerade die North Sentinel Island unterliegt besonders strengen Regeln, um die dort lebenden Menschen zu schützen. Dieses Vergehen kann in Indien mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Damit ist aus einem riskanten Ausflug zur North Sentinel Island ein ernster Rechtsfall geworden, der weitreichende Folgen haben könnte.

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